Leichte Sprache

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung eines Eintrags im Gabler Wirtschaftslexikon zur „Unternehmenskommunikation“ vom 14. Februar 2018.





Als Unternehmenskommunikation (corporate communications) wird der Teil der Unternehmensführung bezeichnet, der mithilfe des Wahrnehmungsmanagements die Reputation (Ruf) prägt.

Unternehmens·Kommunikation ist eine Aufgabe in der Firma.
Es ist eine Aufgabe für die Chefs.
Die sagen den Leuten: Das macht unsere Firma alles.
Die Leute finden die Firma dann gut oder schlecht.

(…) Wenn Reputation das Oberziel von Unternehmenskommunikation ist, sind die individuellen Wahrnehmungsgrößen relevanter Stakeholder (Mitarbeiter, Kunden, Umweltgruppen …) wie Vertrauen (erwartbares Verhalten) und Glaubwürdigkeit (Ausmaß der wahrgenommenen Erwartbarkeit) zentrale Teilziele. Davon abgeleitet werden v. a. wahrnehmungs- (informative, edukative, emotionale), handlungs- (z. B. Weiterempfehlungsbereitschaft, Kaufneigung, Mitarbeitermotivation) und zielgruppenbezogene (z. B. Führungskräftezustimmung, Kundenzufriedenheit) Teilziele. Da der Ruf nicht nur von geplanter Kommunikation abhängt, sondern auch von ungeplant wahrgenommener Handlung, deren Folge etwa erfolgsrelevante Skandale sein können, gehört das Verhaltensmanagement zentral zur Unternehmenskommunikation.

Die Chefs sagen: Alle Leute sollen die Firma gut finden.
Aber die Leute sind sehr unterschiedlich.
Zum Beispiel Kunden, Mitarbeiter oder Umwelt·Schützer.
Alle wollen etwas anderes von der Firma.
Aber das ist für alle wichtig:
– Die Firma darf die Leute nicht überraschen.
– Und die Leute müssen der Firma vertrauen können.
Wenn die Leute die Firma gut finden:
– Dann sagen sie das zum Beispiel anderen Leuten weiter.
– Oder sie kaufen mehr bei der Firma ein.
– Oder sie arbeiten besser in der Firma mit.
Aber manchmal passieren auch blöde Sachen in der Firma.
Dann finden die Leute die Firma plötzlich schlecht.
Auch wenn es aus Versehen passiert ist.
Deswegen müssen die Chefs immer aufpassen.

(…) Unterschiedliche Entwicklungen seit spätestens Anfang der 1980er-Jahre wie (…) die Erkenntnis, dass Unternehmensführung auch Kommunikation ist, betonen jeweils die Bedeutung weicher Faktoren für den Unternehmenserfolg. Da der Stakeholder-Begriff sowohl Einzelne (…), wie auch Gruppen (…) umfasst, sind gruppendynamische Prozesse (…) ein zentrales Handlungsfeld, sodass sich der ursprünglich instru-mentelle Fokus (z. B. Medienarbeit, Eventkommunikation) der Unternehmenskommunikation um strategische Verhaltensaspekte (Markenführung) erweitert und damit zur ursprünglich handlungsorientierten Public-Relations-Debatte (PR) der Nachkriegszeit zurückführt (Klassische PR-Formel: 90 Prozent handeln, 10 Prozent reden).

Die Unternehmens·Kommunikation ist nicht immer gleich.
Manchmal ändern die Leute ihre Meinung darüber.
Jetzt heißt es:
– Kommunikation heißt nicht nur reden.
– Kommunikation heißt auch machen.
Die Aufgabe ist größer geworden.
Früher ging es nur ums Ansprechen von den Kunden.
Jetzt geht es um mehr.
Auch darum wie man die ganze Firma präsentiert.
Aber diese Idee ist nicht neu.
Diese Idee hatten auch die Leute nach dem Krieg schon.
Damals hieß es:
Du sollst viel machen und wenig reden.