Burundi – Hutu und Tutsi

Im afrikanischen Kleinstaat Burundi scheinen die Kämpfe zwischen Hutu und Tutsi vorerst beendet zu sein. Über Friedensschlichter, die Hoffnung machen.




• Schon mal von Burundi gehört, einem der kleinsten Staaten Afrikas, kaum größer als Mecklenburg-Vorpommern, aber mit zehnmal so vielen Einwohnern? Dessen Haushalt fast zur Hälfte von Gebernationen finanziert wird und dessen Straßennetz nur zu zehn Prozent asphaltiert ist? Wo eines von 16 Kindern stirbt, bevor es fünf Jahre alt wird, und jedes zweite unterernährt ist? Dem „World Happiness Report“ zufolge zählen die Burundier zu den unglücklichsten Menschen der Welt – und keinen sollte das wundern.

Dabei war noch nicht einmal von der traurigsten Tatsache die Rede: dass es in dem im Herzen Afrikas gelegenen Kleinstaat regelmäßig zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Bevölkerungsgruppen kommt. Seit Burundis Unabhängigkeit 1962 gab es eine Reihe von Auseinandersetzungen, bei denen sich wechselweise Angehörige der Hutu (rund 85 Prozent der Bevölkerung) und der Minderheit der Tutsi (knapp 15 Prozent) gemeuchelt haben. Ob es sich tatsächlich um einen ethnischen Zwist handelt, ist allerdings umstritten. Bei den gewalttätigen Konflikten gehe es weniger um die Beschaffenheit der Gene als um den Zugang zu Ressourcen, sagen Kenner des Landes: vor allem um Landbesitz, Jobs und öffentliche Ämter.

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