Leichte Sprache

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung eines Artikels aus dem »Ortsblatt Fredersdorf Vogelsdorf«, dem lokalen Amtsblatt für Fredersdorf-Vogelsdorf vom 23. Oktober 2019.





Die CDU-Kreistagsabgeordneten Cordula Dinter und Matthias Murugiah berichten.

Worüber reden die Politiker bei ihren Treffen?
Zwei Politiker erzählen uns davon.

Im September 2019 fand keine Sitzung des Kreistages statt. Stattdessen nahmen die Abgeordneten an Sitzungen verschiedener Ausschüsse (…) teil. Die Ausschussbesetzungen richten sich nach dem jeweiligen Wahlergebnis der Parteien, so dass jeder Abgeordnete in zwei Ausschüsse (…) von seiner Fraktion delegiert wird. Hinzu kommen Vorschläge der Fraktionen zur Besetzung der Ausschüsse mit sach- kundigen Einwohnern. Diese nehmen (…) an den Sitzungen beratend teil, aber besitzen kein Stimmrecht. Der Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz tagte am 17. September 2019. Die Kreisverwaltung informierte die Ausschussmitglieder über die Novellierung der Biberverordnung. Neben der Erweiterung des berechtigten Personenkreises zur Vergrämung (…) stand der Schutz der Infrastruktur (Straßen, Gleisanlagen und Deiche) im Mittelpunkt. (…)

Im September haben wir uns nicht alle zusammen getroffen.
Dafür haben sich die Politiker in kleinen Gruppen getroffen.
Manche Parteien haben viele Stimmen bei der Wahl gekriegt.
Diese Parteien schicken mehr Politiker in die Gruppen.
Jeder Politiker wird von der Partei in zwei Gruppen geschickt.
Die Politiker dürfen auch normale Leute vorschlagen.
Denn auch normale Leute wissen manchmal gut Bescheid.
Diese Leute dürfen dann auch in der Gruppe mit·reden.
Aber entscheiden dürfen sie nichts.
Eine Gruppe kümmert sich um Bauern, Umwelt und Gesetze.
Die Gruppe hat sich im September getroffen.
Da haben sie Neues über den Umgang mit Bibern erfahren.
Ab jetzt dürfen mehr Leute Biber vertreiben.
Dann haben sie über Straßen, Schienen und Deiche geredet.

Im Bauausschuss (…) standen die Fredersdorfer Friedens-/Wappeneiche sowie mögliche verkehrliche Lösungen im Mittelpunkt. (…) Die Planung des Neubaus Gymnasium Strausberg steckt noch in der Anlaufphase, so dass zwischen den beiden möglichen Standorten (…) noch nichts entschieden ist. (…) Als letztes wurde über die Auftragsvergaben zur Sanierung der Gedenkstätte Seelower Höhen gesprochen. Die Gebäudesanierung liegt im Plan und wird pünktlich zu den Feierlichkeiten im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Anders sieht es beim Umbau des Außengeländes (barrierefreie Um- und Neugestaltung) aus. Im Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung kam nur ein Angebot, welches aber weit über dem geplanten Kostenrahmen liegt. Somit wurde die Ausschreibung aufgehoben.

Sie haben überlegt: Wie kann man die gut schützen?
Eine andere Gruppe kümmert sich ums Bauen.
Die haben über einen Baum geredet.
Und ob man den Baum für eine Straße absägen muss.
Es soll auch eine neue Schule gebaut werden.
Aber das dauert noch eine Weile.
Man weiß noch nicht wo die Schule gebaut werden soll.
Dann ging es um das Reparieren von einem Denkmal.
Das läuft super: Es wird nicht teurer als versprochen.
Und es wird pünktlich zur Feier im nächsten Jahr fertig.
Aber um das Denkmal herum sieht es nicht so gut aus.
Hier kommen zum Beispiel Leute im Roll·stuhl nicht hin.
Deshalb sollte die Fläche umgebaut werden.
Aber keiner will das billig genug machen.
Also wird die Fläche um das Denkmal nicht umgebaut.
Die Leute im Roll·stuhl kommen also weiterhin nicht hin.

Als positiver Nebeneffekt kommt nun, dass die Feierlichkeiten ohne bauliche Behinderungen auf dem bisherigen Außengelände stattfinden können.


Aber das ist auch gut: Der Umbau hätte beim Fest gestört.
Jetzt können die Leute ohne Roll·stuhl ungestört feiern.