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Wer die Saat hat, hat das Sagen

Patente auf Saatgut – das ist der Albtraum deutscher Pflanzenzüchter. Warum? Und was tun sie dagegen?




• Im Gewächshaus ist es warm, es riecht nach feuchter Erde, Stefan Streng steht vor Töpfen, aus denen lange grüne Halme, zu Büscheln gebunden, in die Höhe wachsen. Winterweizen, Wintergerste, in der Erde stecken Schilder mit Zahlen, die angeben, um welche Sorte es sich handelt. In ein paar Wochen werden sie miteinander gekreuzt, sagt Streng und greift eine der Ähren, die noch grün sind. Er öffnet sie vorsichtig mit den Fingern und holt zwei winzige grüne Fäden heraus, die Antheren, den männlichen Teil der Blüte. Die werden in eine andere Ähre eingesetzt, die Pflanze befruchtet sich selbst. 2000 Mal werden sie das machen, mit der Pinzette, eine Ähre dauert fünf bis zehn Minuten. „Das ist noch Handarbeit“, sagt Streng.

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