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Anselm Rodenhausen im Interview

Jahrelang konnten sich Internetkonzerne nahezu ungebremst entfalten, nun aber geraten sie in Europa und in den USA stärker ins Visier von Aufsichtsbehörden. Doch wem nutzt eine stärkere Regulierung, und wie gestaltet man sie fair?

Ein Gespräch mit Anselm Rodenhausen, der für die Europäische Kommission an einem einheitlichen Digitalmarkt arbeitet.





brand eins: Herr Rodenhausen, Onlinekonzerne wie Google, Facebook oder Twitter müssen derzeit häufig vor Parlamenten und Ausschüssen erscheinen, bekommen teilweise hohe Strafen. Warum steht die Branche gerade unter verstärkter Beobachtung?

Anselm Rodenhausen: Weil die Praktiken einiger Tech-Unternehmen immer drängendere Fragen aufwerfen, auf die der Staat eine Antwort finden muss. Wir sehen derzeit zwei Bewegungen. Zum einen harmonisieren verschiedene EU-Mitgliedstaaten alte Vorschriften, etwa beim Datenschutz oder der Frequenzvergabe. Zum anderen nehmen sie sich auch Märkte vor, in denen es vorher gar keine Regeln gab. Nehmen wir etwa die sozialen Netzwerke: Das fing vor etwa zehn Jahren an, als Facebook nach Europa kam und StudiVZ kurz aufflackerte. Seitdem hat sich die Art, wie wir miteinander kommunizieren und Daten produzieren, völlig verändert. Daraus folgt zwangsläufig die Frage, ob man für all das auch neue Regelungen braucht.

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