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„Ich finde es ganz nett, so manipuliert zu werden“

Sagt der Verhaltensökonom Gerhard Fehr. Er hilft seinen Auftraggebern aus Wirtschaft und Politik dabei, Menschen in die gewünschte Richtung zu lenken.




brand eins: Herr Fehr, im vergangenen Jahr haben Sie die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), also den öffentlich-rechtlichen Rundfunk des Landes, heil durch eine heikle Volksabstimmung gebracht. Was war das Problem?

Gerhard Fehr: Details aus unserer Beratungstätigkeit kann ich Ihnen leider nicht berichten. Aber prinzipiell gilt für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten: Es gibt keine Zahlungsbereitschaft für das Programm. Das war auch in der Schweiz so. Noch kurz vor dem Votum waren 60 Prozent der Schweizer nicht bereit, die SRG weiterhin über Gebühren zu finanzieren. Das war das klare Ergebnis von Umfragen. Die Initiatoren der Volksabstimmung hatten mit Erfolg an die Menschen appelliert: Du hast doch gar keinen Nutzen davon, dass du mit deinen Gebühren Programme finanzierst, die du selbst so gut wie nie anschaust. Die Leute haben das öffentliche Gut letztlich nicht mehr als solches wahrgenommen.

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