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Was Wirtschaft treibt

Von wegen bequem

Der Internethandel ist für viele deutsche Möbelhersteller ein großes Problem. Aber nicht alle lassen sich dadurch entmutigen.





• In der deutschen Möbelbranche arbeiten, das muss man wollen. Sie sei ein „Haifischbecken“, schrieb das Fachblatt »Möbel Kultur« und meinte damit die großen Einzelhändler in den Randlagen, die ihre Ware auf immer mehr Verkaufsfläche zu Kampfpreisen anbieten und dadurch nicht nur kleine Fachhändler in Not bringen, sondern auch die Hersteller. XXXLutz zum Beispiel, einer der Platzhirsche, verlangte von einigen seiner Lieferanten nach der Übernahme eines Konkurrenten rückwirkend Preisnachlässe, sogenannte Hochzeitsrabatte. Weil das Bundeskartellamt dafür „keine sachliche Rechtfertigung“ sah, drängte es die Firma, darauf zu verzichten.

Oder Ende 2018: Da leitete das Amt ein Verfahren gegen die größte Einkaufskooperation der Möbelhändler ein – aus Sorge um die „bedenkliche Nachfragemacht zulasten der überwiegend mittelständisch geprägten Herstellerlandschaft“. Aber auch gegen Möbelbauer haben die Kartellwächter schon Bußgelder in Millionenhöhe verhängt, wie 2017, als sich fünf Hersteller gegen die Rabattschlachten in den Möbelhäusern wehrten, indem sie Mindestpreise durchsetzen wollten und mit Liefersperren drohten.

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