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Coca-Cola Newsroom

Unternehmen, die etwas auf sich halten, versorgen ihre Kundschaft nicht nur mit Waren, sondern auch mit etwas, das sie Nachrichten nennen. Einer der ersten Konzerne hierzulande, der zu diesem Zweck einen eigenen Newsroom einrichtete, war Coca-Cola Deutschland. Wir haben da mal reingeschaut.





• Früher waren Journalisten für die Produktion von Nachrichten zuständig, heute übernehmen Firmen das selbst, um sich in der Öffentlichkeit und gegenüber der eigenen Belegschaft darzustellen. Coca-Cola Deutschland hat bereits 2010 einen eigenen Media Newsroom eingerichtet. Dort finden sich Meldungen, Videos und Zugang zu den verschiedenen Social-Media-Kanälen des Unternehmens. Die Fachwelt war von Anfang an begeistert – und Coca-Cola heimste den Web-2.0-Award für „die beste externe Kommunikationsstrategie“ ein. Die damals für Consumer Communications zuständige Managerin Hermin Hainlein sah allerdings ein kleines Problem voraus: „Ein solches Angebot regelmäßig mit guten Inhalten zu füllen ist eine große Herausforderung.“

Limo und Fitness

Eine der Top-Storys im August 2019: Coca-Cola hat ein Herz für Amateursportler. Davon zeugt die Kampagne „Aktionscodes sammeln und Vereinsgeschichte schreiben“. Die Fans sind aufgerufen, viele Getränke der sogenannten Vereinsgeschichte-Edition zu kaufen, Flaschendeckel und Dosenlaschen zu sammeln und die dort zu entdeckenden Codes auf einer Website einzugeben. Wer am meisten eintippt, kann für seinen Verein Geldpreise gewinnen. Um den Sportsgeist zu beflügeln, gibt es in diesem Jahr erstmals den Modus „Wochenturnier“: Sieben Tage lang messen sich die Teilnehmer beim Limo-Picheln und Zahlenkombinationen-Eingeben. Der aktuelle Tabellenstand ist – wie in der Fußball-Bundesliga – online jederzeit einsehbar.

Limo und Promis

Amateursportler schön und gut, aber mehr Glamour haben natürlich Celebritys wie Til Schweiger, der sich für die Rubrik „Auf ’ne Coke mit …“ interviewen ließ. Schweiger spricht über den bislang größten Flop seines Lebens (die US-Fassung seiner Demenz-Tragödie „Honig im Kopf“), seinen persönlichen Umgang mit Frust – und sein Lieblingsgetränk aus dem Hause Coca-Cola: „Light oder Zero. Normale Coke hat mir zu viel Zucker.“

Limo und Technik

Nicht nur Til Schweiger, auch Coca-Cola kann feine Filme drehen. Zum Beispiel über die Installation der neuen Abfüllanlage für „Fuze Tea“ in Halle an der Saale. Man sieht: einen Schwertransport, Männer mit Schutzhelmen, eine große Maschine. Es wird geschraubt. Im Hintergrund erklingt dazu beruhigende, aber auch anregende Instrumentalmusik. Eine packende Unternehmensstory in einer Minute zweiundzwanzig.

Limo und Ästhetik

Stillstand ist keine Option, das gilt bei Coca-Cola im Großen wie im Kleinen. „Passend zum Start in den Sommer“, so vermeldet der Newsroom, „erhält Sprite ein neues modernes Design, das den Geschmack von Zitronen und Limetten, der Sprite so unverkennbar erfrischend macht, neu interpretiert.“ „Mit dem Design-Relaunch“, so sagt Michael Willeke, Marketing Director bei Coca-Cola Deutschland, „rufen wir Verbraucher dazu auf, in diesem Sommer die ultimative Erfrischung einer eisgekühlten Sprite oder Sprite ohne Zucker zu genießen.“ Besser hätte es kein Journalist ausdrücken können.

Limo und Lernen

Kommunikation ist keine Einbahnstraße bei Coca-Cola. Der Konzern beantwortet gern Kundenanfragen wie diese: „Guten Tag! Ich bin schon seit meiner Kindheit ein Fan von Coca-Cola. Bei der Suche nach neuen Kräutern habe ich nun bei verschiedenen Händlern eine Coca-Cola-Pflanze entdeckt. Darf dieses Kraut so heißen, oder werden dadurch Markenrechte verletzt?“ Die Antwort ist sehr ausführlich und umfasst fast eine DIN-A-4-Seite. Die Kernbotschaften lauten: „Grundsätzlich passt der Name Cola-Kraut natürlich sehr gut, da es wirklich nach Cola riecht. Die korrekte Bezeichnung wäre einfach ,Cola-Pflanze‘ oder ,Cola-Kraut‘, da die Marke Coca-Cola natürlich geschützt ist.“ Damit wäre auch das geklärt. ---