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Korrespondentenbericht

Blick von außen auf Deutschland: Russland



Eine ältere Frau sitzt mit dem Rücken zum Betrachter vor einem Fenster und blickt auf eine Szene draußen. Sie trägt ein rotes Kleid und scheint traurig oder nachdenklich zu sein. Durch das Fenster sind zwei Personen zu sehen, die sich unterhalten oder streiten. Links neben dem Fenster steht eine gelbe Vase mit einem grünen Zweig. Das Bild wirkt wie eine Illustration oder ein Gemälde.

• Anatoli, Geschäftsmann, bringt von seinen jährlichen Bayern-Besuchen immer einen neuen Bierkrug mit. Jedes Mal, wenn wir uns im Dampfbad treffen, verspricht er mir, seine Sammlung zu zeigen. Und jedes Mal schwärmt er von Deutschen, die es nicht mehr gibt. „Welch ein Kriegervolk, nur wir Russen konnten euch besiegen.“ Nirgendwo haben Hitlers Truppen im Zweiten Weltkrieg so gewütet wie an der Ostfront, mehr als 20 Millionen Sowjetmenschen kamen um. Aber mir gegenüber klammern die meisten Russen das große Morden von 1941 bis 1945 großzügig aus.

Die Russen mögen die Deutschen. Oder glauben das zumindest. Wie tüchtig ihr seid, was für Bierseidel ihr herstellt, was für Autobahnen! Es hagelt Komplimente. Eure Porsches! Eure Maschina! (Gemeint ist die Fußballnationalmannschaft.) Wir Russen und ihr Deutschen, zwei Völker, wie geschaffen füreinander: eure Disziplin, unsere Kühnheit, euer Gemüt, unsere Seele!

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