Partner von
Partner von

Was wurde eigentlich aus Six Sigma?

Qualität war bei Führungskräften mal groß in Mode. Wie es dazu kam, was der Hype bewirkte und welche Nebenwirkungen er hatte, erläutert der Management-Kenner Alfred Kieser.




Alfred Kieser,

geboren 1942 in Würzburg, zählt zu den führenden deutschen Organisationstheoretikern. Er war von 1974 bis 1977 Professor für Organisation und Personalwirtschaft an der Freien Universität Berlin, danach bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisation an der Universität Mannheim. Kieser wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit zwei Ehrendoktorwürden. Sein gemeinsam mit Peter Walgenbach verfasstes Buch „Organisation“ gilt als Standardwerk.

Herr Kieser, ältere Menschen erinnern sich noch an die Achtziger- und Neunzigerjahre, als Qualität ein großes Thema in der Industrie war. Man schwärmte vom Total Quality Management (TQM) oder der Six-Sigma-Methode, die eine fehlerfreie Produktion ermöglichen sollte. Wie kam es zu diesem Boom?

Alfred Kieser: Es gab zwei wesentliche Gründe. Einer war im engeren Sinne ökonomischer Art: Die japanische Autoindustrie verkaufte damals ihre Fahrzeuge mit großem Erfolg in die USA und nach Europa. Die japanischen Modelle schnitten zum Beispiel beim TÜV viel besser ab als deutsche. So wurde offensichtlich, dass Qualität einen Unterschied macht. Konzepte wie das Total Quality Management waren eine Antwort europäischer und amerikanischer Unternehmen auf diese Herausforderung.

Weiterlesen?

Als Digital- oder Kombi-Abonnent können Sie diesen Artikel bereits jetzt online lesen. Loggen Sie sich dafür hier mit Ihren Zugangsdaten ein.

Werden Sie jetzt Digital- oder Kombi-Abonnent oder kaufen Sie die digitale Ausgabe 11/2019 mit dem Schwerpunkt Qualität, um direkt weiterzulesen.

Ausgabe kaufen (6,99 €)