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Ulft

Es stand nicht gut um den niederländischen Ort Ulft, als dort 2003 der größte Arbeitgeber den Betrieb einstellte. Doch dann entschloss sich der Gemeinderat zu einem mutigen Projekt.




• Eine Hauptstraße mit Geschäften, ein Fluss, ein Fußballverein, Einfamilienhäuser mit Vorgarten – Ulft in der niederländischen Provinz Gelderland nahe der Grenze zu Deutschland hat alles, was man von einem beschaulichen Ort mit 10 000 Einwohnern erwartet. Typisch niederländisch sind hier viele mit dem Fahrrad unterwegs, entsprechend gut ausgebaut sind die Radwege. Überrascht wird der ortsunkundige Besucher erst, wenn er sich vom Ortszentrum aus in Richtung des Flusses Issel bewegt und plötzlich vor einem Komplex aus alten Backsteinbauten steht. Ein Mix aus Industrie- und Kunstpark, den man sonst nur aus Großstädten kennt. Dieser Gebäudekomplex ist der Grund, warum Experten für Regionalentwicklung gern Ulft erwähnen, wenn sie illustrieren wollen, dass ländliche Räume durchaus schillern können – vorausgesetzt, es gibt dort etwas Besonderes. Einen Leuchtturm.

Der Komplex sieht ein wenig aus wie eine mittelalterliche Burg, was vor allem an dem markanten Wasserturm liegt. Einst war hier das wirtschaftliche Zentrum der Kleinstadt, eine Eisengießerei, in der in glühender Hitze Töpfe in Form gebracht wurden. Heute findet man auf dem Gelände ein Fablab – eine offene Werkstatt für jedermann – mit futuristischen Roboteranlagen und ein Kulturzentrum, zu dem eine Konzerthalle, ein Theatersaal und ein Kino gehören und die darüber hinaus Platz bietet für eine Musikschule, eine Galerie und eine Bibliothek. Alles eingebettet in schick sanierte Industriearchitektur.

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