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Leichte Sprache

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Erklärbarkeit und Transparenz des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz“ im Bundesanzeiger am 4. April 2019.





Mit der Strategie Künstliche Intelligenz (KI) hat die Bundesregierung einen Rahmen für die weitere Entwicklung und Anwendung von KI in Deutschland geschaffen, um den Forschungsstandort Deutschland zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auszubauen und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von KI in allen Bereichen der Gesellschaft im Sinne eines spürbaren gesellschaftlichen Fortschritts und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. (…)

Computer werden immer schneller.
Manche Computer können komplizierte Probleme lösen.
Ein bisschen wie Menschen.
Das nennt man: Künstliche Intelligenz.
Die Abkürzung für Künstliche Intelligenz ist: KI.
Die Regierung von Deutschland findet KI gut.
Die Regierung von Deutschland will mehr KI in Deutschland.
Denn KI ist gut für die Wirtschaft.
Das heißt: Den Leuten geht es besser.

Die aktuellen Fortschritte der KI, insbesondere im Bereich Maschinelles Lernen (ML), basieren auf dem exponentiellen Zuwachs an leistungsfähiger Hardware und deren Nutzung für die Verarbeitung von zumeist großen Datenbeständen. Mit der „Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur automatisierten Analyse von Daten mittels Maschinellen Lernens“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit dem Jahr 2018 verschiedene Forschungsvorhaben mit dem Ziel, die breite Anwendbarkeit der Methoden und Verfahren des ML deutlich zu steigern.

Manche Computer bringen sich selber Sachen bei.
Das nennt man: Maschinelles Lernen.
Die Abkürzung für Maschinelles Lernen ist: ML.
ML funktioniert weil die Computer besser werden.
Die Computer können viel mehr Informationen verarbeiten.
Die Regierung von Deutschland findet das gut.
Die Regierung von Deutschland will mehr ML.
Deswegen gibt die Regierung von Deutschland Geld aus.
Mit diesem Geld sollen die Computer neue Sachen lernen.
Damit die Computer noch mehr können.

Das Maschinelle Lernen zur Analyse von Daten erfordert als Methode in jedem Fall eine nachgelagerte Überprüfung, Validierung und Interpretation der Ergebnisse. Die Ergebnisüberprüfung hat einen wesentlichen Anteil an der Arbeit mit Systemen des ML. Der dabei zu treibende Aufwand bestimmt den Netto-Nutzen von ML-Systemen in entscheidender Weise. In dem Maße, wie dieser methodisch nicht zu umgehende Arbeitsschritt durch geeignete Werkzeuge unterstützt wird, um einfachere und zuverlässigere Aussagen treffen zu können, steigt der Nutzwert von ML-Systemen in der Praxis. (…)

Die Computer können viele neue Informationen verarbeiten.
Das bringen sich die Computer selber bei.
Aber lernen die Computer auch ordentlich?
Oder kommt dabei nur Unsinn raus?
Das muss man überprüfen.
Diese Überprüfung ist sehr wichtig.
Denn die Computer können auch Unsinn lernen.
Dann bringt die ganze Arbeit nichts.
Die Überprüfung muss richtig gut sein.
Mit einer guten Überprüfung ist ML viel wert.
Ohne eine gute Überprüfung ist ML nichts wert.

ML wird in der Praxis erst dann breit einsetzbar sein, wenn das Verhalten einer Anwendung in der Nutzung  nachvollziehbar wird. (…)

Die Regierung von Deutschland glaubt:
Die Leute müssen verstehen wie die Computer arbeiten.
Erst dann hat ML großen Erfolg.