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Ich packe einen Koffer …

Zahlen und Fakten zum Reisegepäck.





Weltweiter Umsatz im Jahr 2018 mit Reisegepäck, in Milliarden Euro: 130
Geschätzter weltweiter Umsatz im Jahr 2023 mit Reisegepäck, in Milliarden Euro: 165

Umsätze mit Koffern und Reisetaschen im Jahr 2018 in den USA, in Milliarden Euro: 22
Umsätze mit Koffern und Reisetaschen 2018 in Deutschland, in Milliarden Euro: 4

Einzelhandelsumsatz mit Reisegepäck im Jahr 2016 in Nordamerika, in Milliarden Euro: 2,5
Geschätzter Einzelhandelsumsatz mit Reisegepäck im Jahr 2021 in Nordamerika, in Milliarden Euro: 3,1
Einzelhandelsumsatz mit Reisegepäck im Jahr 2016 in Europa, in Milliarden Euro: 3,5
Geschätzter Einzelhandelsumsatz mit Reisegepäck im Jahr 2021 in Europa, in Milliarden Euro: 4,3

Weltweiter Umsatz im Jahr 2018 mit Rucksäcken, in Milliarden Euro: 15
Geschätzter weltweiter Umsatz im Jahr 2021 mit Rucksäcken, in Milliarden Euro: 18

Weltweiter Umsatz im Jahr 2016 mit Sporttaschen, in Milliarden Euro: 1,8
Geschätzter weltweiter Umsatz im Jahr 2021 mit Sporttaschen, in Milliarden Euro: 2,2

Umsatz des weltweit größten Gepäckherstellers Samsonite im Jahr 2008, in Millionen Euro: 860
Umsatz von Samsonite im Jahr 2018, in Millionen Euro: 3320

Jahr, in dem im „Handbuch für Fußreisende“ erstmals eine Skizze von einem Koffer mit Rollen veröffentlicht wurde: 1850
Jahr, in dem Bernard Sadow, Vizepräsident von United States Luggage, für die Konstruktion eines „Rolling Luggage“ ein Patent erhielt: 1972
Jahr, in dem die Firma Delsey den ersten Hartschalenrollkoffer mit dem Namen Trolley auf den Markt brachte: 1972

Jahr, in dem der US-amerikanische Pilot Robert Plath seinen ersten Rollkoffer baute: 1987
Jahr, in dem Robert Plath seinen Job schmiss und die Firma Travelpro gründete: 1991

Preis des ersten Rollkoffers von Travelpro, in Dollar: 129
Umsatz von Travelpro 1991, in Millionen Dollar: 1,5
Preis eines Rollkoffers von Travelpro 2019, in Dollar: 129
Geschätzter Umsatz von Travelpro heute, in Millionen Dollar: 45

Reichweite des 13 Kilometer pro Stunde schnellen Rollkoffers „Modobag“ mit Sitzfunktion und Elektromotor in Kilometern: 13

Gesamtlänge der Gepäckbänder am Frankfurter Flughafen, die bis zu 18 Stundenkilometer schnell sind, in Kilometern: 81

Lange Zeit benutzten die Menschen Säcke, Kisten, Körbe und Karren, wenn sie etwas transportieren wollten – oder stabile Behältnisse aus Leinen und Wolle, die sie sich über die Schulter werfen konnten. Die ersten Koffer waren Ungetüme aus Leder und Holz. Sie wurden Mitte des 19. Jahrhunderts für betuchte Familien entwickelt, die während ihrer mehrmonatigen Reisen nicht auf den gewohnten Luxus verzichten wollten. Das nötige Gepäck erhielten sie beispielweise vom Koffermacher Louis Vuitton, der 1854 ein Geschäft in Paris eröffnet hatte.

In solche Schrankkoffer passten: ein faltbares Bettgestell, eine Rosshaarmatratze, zwei Decken und vier Laken, die gesamte Ausgabe der Encyklopedia Britannica oder 36 Paar Schuhe. Die Ungetüme wurden per Eisenbahn oder Dampfschiff überall hin transportiert – Größe und Gewicht spielten kaum eine Rolle. Das änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als Reisen zum Massenphänomen wurde. Der Platz für Gepäck im Zug oder im Auto war begrenzt, außerdem brauchte es Koffer, die die Reisenden ohne Hilfe von Bediensteten tragen konnten.

Das Kölner Unternehmen Rimowa wurde 1898 von dem Sattler Paul Morszeck gegründet, sein Sohn Richard meldete die Marke 1931 beim Patentamt an. Rimowa ist eine Abkürzung für „Richard Morszeck Warenzeichen“. 1937 brachte die Firma den ersten Alu-Überseekoffer heraus. Der Grund für dieses Material: Im Krieg wurden bei einem Angriff auf das Fabrikgebäude fast alle Materialien zerstört – bis auf Aluminium. Seit 1950 gibt es die Koffer mit der typischen Rillen-Struktur. Heute ist Polycarbonat üblich. Verkaufen darf Rimowa-Koffer nicht jeder: 200 000 Euro Mindestumsatz muss ein Händler seit 2018 garantieren, um die Lizenz zu erhalten. Seit 80 Prozent des Unternehmens zum franzöischen Luxuskonzern LVMH gehören, soll die Marke noch exklusiver werden.

Menschen, die mit ihrem Bettgestell verreisen, sind rar geworden. Heute verreist man eher mit leichtem Gepäck. Manchmal sogar nur mit einem Rucksack, bevorzugt von einer angesagten Marke. Rucksäcke sind wie Taschen zu Lifestyle- und Kultprodukten für jede Lebenslage geworden. Auch am Arbeitsplatz. Der Marktanteil von Freizeitgepäck am Gesamtgepäckmarkt lag im Jahr 2016 bei knapp 40 Prozent, der Marktanteil von Businessgepäck bei 16 Prozent.

Jahr, in dem Koffer mit integriertem TSA-Zahlenschloss auf den Markt kamen (diese können von Sicherheitsbehörden bei der Gepäckkontrolle mit einem Generalschlüssel geöffnet werden): 2004

Jahr, in dem die ersten Koffer mit Akku und USB-Anschluss verkauft wurden: 2015
Jahr, in dem Rimowa einen elektronischen Gepäckanhänger auf den Markt brachte: 2016
Jahr, in dem Rimowa elektronische Gepäckanhänger wieder abschaffte: 2018
Jahr, in dem die ersten US-Airlines Handgepäck mit eingebauter Technik verboten, wenn der Akku nicht entfernt werden kann: 2018

Nummer der internationalen Resolution, die Fluggesellschaften verpflichtet, eine lücken-lose Verfolgung des Gepäcks zu gewährleisten: 753

Zahl der Gepäckstücke, die Airlines im Jahr 2017 transportierten: 4.650.000.000

Zahl der verlorenen oder beschädigten Gepäckstücke im Jahr 2017: 22.700.000

Summe, die Fluggesellschaften aktuell für verlorenes oder beschädigtes Gepäck pro Passagier maximal bezahlen, in Euro: 1385

Summe, die Fluggesellschaften im Jahr 2017 für beschädigtes Gepäck bezahlten, in Milliarden Euro: 2,3
Rückgang von Beschädigungen bei Gepäckstücken seit 2007, in Prozent: 71

Zahl der Flugreisenden weltweit im Jahr 2018, in Milliarden: 4,4
Geschätzte Summe, die Flugreisende im Jahr 2014 für Transport und Check-In ihres Gepäcks bezahlten, in Milliarden Euro: 11
Geschätzte Summe, die Flugreisende im Jahr 2018 für Transport und Check-In ihres Gepäcks bezahlten, in Milliarden Euro: 24,5
Anstieg der Gepäckgebühren zwischen 2014 und 2018, in Prozent: 122

Zusatzeinnahmen, wenn jedes derzeit noch kostenfrei transportierte Gepäckstück mit rund 24 Euro berechnet würde, in Milliarden Euro: 53

Weltweite geschätzte Einnahmen mit Flugreisen im Jahr 2018, in Milliarden Euro: 746
Weltweite geschätzte Einnahmen mit Nebengeschäften wie Koffergebühren, Sitzplatzreservierungen oder Getränken im Jahr 2018, in Milliarden Euro: 81
Anteil der Flugreisenden, die in den USA Gebühren für ihr Gepäck bezahlen, in Prozent: 50
Summe, die die Airlines in den USA mit ihnen einnehmen, in Milliarden Euro: 4,4

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brand eins 08/2019 – Mit leichtem Gepäck