Leichte Sprache

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung einiger Passagen eines Interessenbekundungsverfahrens des Auswärtigen Amtes vom 17. Juni 2019.





+++++ KEIN VERGABEVERFAHREN +++++
Interessenbekundungsverfahren nach § 7 Abs. 2 BHO

Das hier ist noch kein Angebot für eine Arbeit. Wir wollen nur wissen: Willst du für uns arbeiten?

Das Auswärtige Amt möchte mit diesem Interessenbekundungsverfahren interessierten Personen die Möglichkeiten geben, darzulegen, ob und inwieweit sie öffentlichen Zwecken dienende wirtschaftliche Tätigkeiten erbringen könnten. Das hier initiierte Interessenbekundungsverfahren ersetzt keine Bewerbung auf ein mögliches späteres Vergabeverfahren. (…)

Das Auswärtige Amt sucht neue Mitarbeiter. Aber nicht jeder kann alle Aufgaben dafür erfüllen. Jetzt fragt das Auswärtige Amt: Wer traut sich das zu? Das Auswärtige Amt gehört zur deutschen Regierung. Es achtet auf die Beziehungen zu den anderen Ländern. Deutschland soll sich mit den anderen Ländern vertragen. Das Auswärtige Amt kann man so abkürzen: AA.

Die Auslandskommunikation der Bundesregierung erfolgt federführend durch das Auswärtige Amt (AA). Zentrales Ziel des Bereichs „Strategische Kommunikation“ ist es, außenpolitisch relevante Themen kommunikativ rasch und zugleich nachhaltig zu vermitteln, v. a. im digitalen Raum. Um aufbauend auf strategischen Kommunikationskonzepten neue Themen schnell und zielgruppenorientiert multimedial aufbereiten zu können, sucht das zuständige Referat einen Journalisten zur Mitarbeit auf freiberuflicher Basis. (…)

Manchmal muss Deutschland anderen Ländern was sagen. Darum kümmert sich das AA. Eine Abteilung vom AA heißt: „Strategische Kommunikation“. Die Abteilung erzählt den anderen Ländern von Deutschland. Aber nur wenn es für die anderen Ländern interessant ist. Die Abteilung muss schnell sein und muss gut erklären können. Meistens nutzt die Abteilung dafür das Internet. Jetzt sucht die Abteilung einen Journalisten. Der Journalist soll beim Erklären helfen.

Der Dienstvertrag soll für 12 Monate abgeschlossen werden (…). Ein Anspruch des Auftragnehmers auf Einzelaufträge besteht nicht. Die Tätigkeit wird bedarfsorientiert flexibel gestaltet, eine Kapazität für mindestens 4 Tagessätze pro Monat sollte jedoch vorhanden sein. (…)

Der Journalist kriegt dann einen Vertrag für 1 Jahr. Vielleicht gibt es aber in der ganzen Zeit nichts zu tun. Dann kriegt der Journalist auch kein Geld. Aber wahrscheinlich gibt es schon was zu tun. Wir glauben: 4 Tage im Monat gibt es bestimmt was zu tun.

Die Bereitstellung der Unterlagen zum Interessenbekundungsverfahren erfolgt ohne Einschränkung und kostenfrei. (…) Die Abgabe unzutreffender Erklärungen kann strafrechtliche, zivilrechtliche und Folgen bei der künftigen Vergabe öffentlicher Aufträge haben. (…) Das Interessenbekundungsverfahren unterliegt deutschem Recht (…). Es gilt – auch über die Durchführung des Interessenbekundungsverfahrens hinaus – das deutsche Recht.

Du kannst uns jetzt deine Unterlagen schicken.Dafür kriegst du kein Geld von uns. Du darfst in den Unterlagen nicht lügen. Sonst zeigen wir dich vielleicht an. Oder du darfst niemals mehr bei uns arbeiten. Es gelten die Gesetze von Deutschland. Die Gesetze von Deutschland gelten nicht nur jetzt. Die Gesetze von Deutschland gelten immer.

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