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McCann

Die renommierte Agentur McCann kämpft mit einer preisgekrönten Kampagne gegen den Modekonzern Dior und für arme rumänische Schneider. Eine Geschichte, zu wunderbar, um wahr zu sein.




• Das Marketingmärchen beginnt mit einer Kampagne der Agentur McCann Bukarest und einem Werbefilm. Der zeigt zunächst eine idyllische Landschaft, später eine Kammer, in der jemand eine geschnitzte Truhe öffnet. Licht fällt auf einen Cojoc Binşenesc, eine fantasievoll verzierte Weste aus Schaffell. Sie leuchtet begehrenswert, so wie ein Schatz. Ein Foto wird eingeblendet: Ein androgynes Model trägt einen solchen Cojoc über einem Hauch von Hemd. Daneben der Vorwurf: „Sie haben sie für 30.000 Euro in ihrer Couture-Kollektion verkauft!“ Mit sie ist Dior gemeint.

Schnitt. Die Kamera fährt über das gespannte Garn auf einem Webstuhl, eine Frau hantiert mit dem Schiffchen, alte Hände sticken Blumen auf Lammfell. Dann die gute Botschaft: „Wir haben Bihor Couture ins Leben gerufen, die erste Plattform, die den heimischen Handwerkern hilft, ihre Produkte zu verkaufen und so ihre Traditionen zu bewahren.“ Schließlich sagt eine stattliche Dame in Spitzenbluse, Weste und Kopftuch empört ihren Text auf: „Alles, was aus Beiuş kommt, ist eine Sensation! Aber niemand weiß, dass wir die Urheber sind! Kostet bei Dior 30 000 Euro! Bei uns kann man das billiger kaufen! Kauft in unserem Onlineshop das Original!“

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