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Interface Design

Vom Fahrkartenautomaten bis zur Smartphone-App: Interfaces machen Komplexität beherrschbar – mal besser, mal schlechter. Der Fachmann Torsten Stapelkamp erklärt, worauf es bei der Gestaltung der Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine ankommt.





brand eins: Herr Stapelkamp, wir denken bei einem Interface – auf Deutsch: Schnittstelle – schnell an ein Computerprogramm mit Menüs und Schaltflächen. Sie sagen, Interfaces sind überall – wo denn?

Torsten Stapelkamp: Zum Beispiel an Mineralwasserflaschen. Deren Schraubverschlüsse sind fast immer senkrecht geriffelt. Das erleichtert das Aufschrauben, es signalisiert aber auch, dass ich den Verschluss waagerecht drehen muss, statt ihn zum Beispiel senkrecht abzuziehen wie einen Korken. Wenn man sich vorstellt, man könnte jemanden zum Leben erwecken, der noch nie in seinem Leben einen Schraubverschluss in der Hand hatte: Er würde es relativ schnell kapieren – weil das System über das Interface Riffelung mit ihm kommuniziert. Ein anderes Beispiel sind Farben. Telefonzellen waren in England traditionell rot, in Deutschland gelb, damit man sie auch aus der Ferne schnell finden konnte.

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