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Entscheidungs-Maschinen

Dank großer Datenmengen und Mustererkennung sollen Computer in komplexen Situationen bessere Entscheidungen treffen als Menschen. Stimmt das wirklich?




• Kürzlich machte Sir David Spiegelhalter, einer der bekanntesten Statistiker der Welt, Urlaub in Portugal. In seinem Mietwagen nutzte der Professor für Risikoforschung in Cambridge den Routenplaner Google Maps. Das System leitete ihn durch eine Gasse direkt auf eine Treppe zu und riet: „Fahren Sie weiter geradeaus.“ Spiegelhalter war froh, dass in Situationen wie diesen noch menschliche Intelligenz die Entscheidung trifft. „Sogenannte Künstliche Intelligenz funktioniert ja nicht mal ausreichend zuverlässig in Kontexten, in denen sie theoretisch funktionieren müsste, nämlich in komplizierten Situationen. Wie soll das dann in komplexen Entscheidungssituationen klappen?“, fragt der Wissenschaftler. Die Unterscheidung zwischen kompliziert und komplex sei entscheidend für die Frage: Wo helfen uns Daten, die Welt besser zu verstehen und bessere Entscheidungen zu treffen? Und in welchen Situationen helfen sie uns nicht?

„Komplizierte Situationen sind jene, die wir mit Regeln beschreiben können“, sagt Spiegelhalter. „Hier können Algorithmen mit ihren logischen Lösungswegen uns helfen. Aber die Welt ist komplex. Sie lässt sich meist nicht ausreichend genau mit Regeln beschreiben. In komplexen Systemen sind wir Menschen den angeblich so intelligenten Maschinen weit überlegen. Weil wir kausale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen verstehen, wo Algorithmen nur Korrelationen erkennen.“

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