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Endspurt

Der Onlinehandel wächst, der Lieferverkehr nimmt zu und stellt die Städte vor eine große Herausforderung. Mehrere Logistikfirmen experimentieren daher mit neuen Konzepten. Darunter: ein Mittelständler aus Baden, der jeden Bürger als potenziellen Paketträger betrachtet. Ein Werkstatt-Bericht.




• Der E-Commerce in Deutschland legte 2018 um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, und auch in diesem Jahr werden steigende Umsätze erwartet – mit der Folge, dass noch mehr Waren ausgeliefert werden. 3,35 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen (KEP) gab es hierzulande im Jahr 2017. Im Jahr 2025 werden es fünf Milliarden sein, prognostiziert die Unternehmensberatung McKinsey. Zahlen, die zeigen, dass die Städte, deren Verkehr gegenwärtig zu 30 Prozent aus Lieferfahrzeugen besteht, auf ein größeres Problem zusteuern.

Für Logistiker sind die zunehmenden Staus auf den Straßen nur die eine Herausforderung. Die andere sind die Kosten der Lieferungen: Etwa die Hälfte entstehen nämlich auf der „letzten Meile“. So wird die letzte Etappe des Warentransports genannt, bis zur Haustür des Empfängers. Das Dilemma: Onlinehändler wollen ihre Waren immer schneller zum Kunden bringen, Same-Day-Delivery soll zum Standard werden. Doch die Bereitschaft der Kunden, für diesen Service auch einen adäquaten Beitrag zu zahlen, ist gering.

Die Logistiker versuchen schnell zu sein, und um die Kosten klein zu halten, zahlen sie geringe Löhne. Dieses Geschäftsmodell gerät an seine Grenzen, das Image der Branche ist miserabel. Zudem haben die Paketdienste schon heute mit einem Mangel an Fahrern zu kämpfen, den sie nur durch höhere Lohnkosten werden beheben können. Kurz: Sie müssen sich für die letzte Meile etwas einfallen lassen.

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