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Wovon leben wir morgen?

Mit dem Ende der Industriegesellschaft stellt sich die Frage neu, was uns Arbeit einbringen soll. Versuch einer Antwort in sieben Thesen.





Von Sinnstiftung spricht der junge Mann, der zu den reichsten Menschen der Welt gehört, er spricht von dem menschlichen Bedürfnis, gebraucht zu werden, auf etwas Besseres hinzuarbeiten. „Purpose“, sagt Mark Zuckerberg, „ist das, was wahres Glück kreiert“, und je länger er spricht, desto mehr scheint er bewegt von den eigenen Worten. Sein Auftritt wirkt kitschig. Wenn ein Multimilliardär, dessen Geschäft darin besteht, möglichst viel Wissen über Menschen zu verkaufen, und der ständig gegen Datenschutzvor- schriften verstößt, von „höherem Zweck“ spricht, erscheint das zweifelhaft. Und doch kann man die Rede des Facebook-Gründers in der Harvard University im Mai 2017 als eine Art Manifest der neuen Arbeitsgesellschaft verstehen.

In der soll Sinnstiftung eine Hauptrolle spielen. Kaum ein Konzern entzieht sich dem Trend und formuliert nicht ein über den eigentlichen Geschäftszweck hinausgehendes Ziel. Mittlerweile gibt es Beratungen, die sich auf das Thema spezialisiert haben: Brighthouse zum Beispiel, eine Tochter der Boston Consulting Group, sie wirbt mit dem Slogan „Home of Purpose“.

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