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Mathias Binswanger

Warum steigen Gewinne, Gehälter und der Konsum immer weiter? Wieso ist es nie genug? Antworten gibt der Ökonom Mathias Binswanger.





• Mathias Binswanger, 56, Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten erforscht den Zusammenhang zwischen Glück und Einkommen sowie die Prinzipien des modernen Geld- und Finanzwesens. Die »Neue Zürcher Zeitung« zählte ihn 2017 zu den drei einflussreichsten Ökonomen des Landes.

In diesem Jahr erschien sein Buch „Der Wachstumszwang“, das er seinem Vater Hans Christoph Binswanger widmete, der 2018 verstarb. Auch er war einer der renommiertesten Volkswirte des Landes und kam schon früh zu dem Schluss: Wenn Wachstum nicht mehr das Wohlbefinden der Menschen verbessert, kann es zum Fluch werden. Interessanterweise gehörte zu den Doktoranden des wachstumskritischen Ökonomen ausgerechnet Josef Ackermann, der als Chef der Deutschen Bank durch gigantische Renditeforderungen auffiel.

brand eins: Josef Ackermann, der von 2002 bis 2012 die Deutsche Bank führte, hielt eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern für notwendig. Aktuell steckt die Deutsche Bank tief in den roten Zahlen – war Ackermanns Forderung aus heutiger Sicht vernünftig oder völlig überzogen?

Mathias Binswanger: Das weiß ich nicht. Erstaunlich ist, dass solche Renditen damals überhaupt möglich waren. Heute ist das nicht mehr der Fall.

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