Die Steuern auf Löhne und Gehälter sind in Deutschland mit mehr als 200 Milliarden Euro der zweitgrößte Posten bei den Staatseinnahmen. Einkünfte aus Kapitalvermögen werden dagegen, selbst wenn es sich um Millionenbeträge handelt, weitaus geringer besteuert als Einkommen aus Arbeit, nämlich lediglich pauschal mit 25 Prozent. Warum es so schwierig ist, große Vermögen steuerlich zu erfassen, wie hilfreich die Diskussion um den Spitzensteuersatz ist und warum alle Vorstöße für eine radikale Vereinfachung des Systems bislang gescheitert sind, erklärt der Finanzwissenschaftler Klaus Mackscheidt.
Interview: Andreas Molitor Fotografie: Felix von der Osten