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Elobau

Die Arbeiter in der Fertigung von Elobau waren sehr unzufrieden mit ihrem Einkommen. Bis sie ein ungewöhnliches Angebot bekamen.





• Früher ging es für Iris Strobel und ihre Kollegen im Arbeitsalltag nur um eines: Prozente. Jeden Morgen, wenn die Arbeiterin ihren Dienst in der Produktion beim Sensor-Hersteller Elobau antrat, galt es für sie, möglichst mehr Steuerknüppel für Traktoren zu montieren, als in der vereinbarten Norm von ihr pro Tag verlangt wurde. Schaffte sie es, wurden ihr bis zu 30 Prozent zusätzlich auf den Grundlohn aufgeschlagen. Die Rechnung war einfach: mehr Steuerknüppel, mehr Prozente, mehr Geld. Doch sie ging nicht auf – weder für Strobel und ihre Kollegen noch für das Unternehmen.

„Das Entlohnungssystem in den Fertigungsabteilungen war nicht gut“, sagt Strobel. „Man konnte kaum nachvollziehen, warum wie viele Prozente addiert worden waren – oder eben auch nicht. Denn wir bekamen am Ende des Monats immer eine Gesamtabrechnung.“ Ständig sei da das Gefühl gewesen: Ich habe doch viel mehr geschafft. Mussten die Beschäftigten einmal krank zu Hause bleiben, wurden sie dafür bestraft, denn die zusätzlichen Prozente fielen weg. Und dann gab es ein weiteres Problem: „Gleiche Arbeit wurde nicht gleich bezahlt“, sagt Strobel. Hatte ein Mitarbeiter gut verhandelt, bekam er womöglich wesentlich mehr Geld als seine Kollegin in gleicher Position. Das Ergebnis zeigte sich regelmäßig in den Mitarbeiterbefragungen: Nur rund 60 Prozent der Teilnehmer aus der Fertigung waren mit ihrem Einkommen zufrieden.

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