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Interview mit Anita Moorman

Das Frauenfußball-Nationalteam der USA fühlt sich von seinem Arbeitgeber diskriminiert und hat Klage gegen ihn eingereicht. Wie stehen die Chancen? Ein Interview mit der Sportjuristin Anita Moorman.





brand eins: Frau Moorman, im März dieses Jahres verklagten die 28 Spitzenspielerinnen ihren Arbeitgeber, den US-Fußballverband, wegen geschlechtsspezifischer Lohndiskriminierung: Sie würden schlechter bezahlt als die männlichen Kollegen. Stimmt das?

Anita Moorman: Es gibt definitiv eine Diskrepanz. Die Frauen stehen im Durchschnitt finanziell deutlich schlechter da als die Männer.

Die Frauen erhalten vom Fußballverband ein Festgehalt, Krankenversicherung und Mutterschaftsurlaub. Ihre männlichen Kollegen bekommen nur Gagen pro Spiel und Prämien für Siege. Das klingt erst mal nach einem Vorteil für die Frauen.

Die Frauen rechnen in ihrer Klage vor, dass sie pro Jahr 20 Freundschaftsspiele absolvieren müssen – genauso viele wie die Männer. Dafür erhalten sie mindestens 72 000 Dollar. Gewinnen sie ein Spiel, bekommen sie einen Bonus. Dadurch kommen sie auf maximal 99 000 Dollar, also 4950 Dollar pro Spiel. Den Männern zahlt der Verband dagegen 5000 Dollar für jedes Spiel, unabhängig vom Ergebnis. Rechnet man die Siegprämien hinzu, kann die Gage pro Spiel auf bis zu 17 625 Dollar steigen.

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