Gefühlsecht

Wir brauchen eine andere Haltung zu Gefühlen, um wieder zur Vernunft zu kommen. 





1. Ruhig, Brauner

Regen Sie sich jetzt bitte nicht gleich auf. Bleiben Sie ruhig. Danke schön!

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Sie sind schon auf der Zinne, weil im Zeitalter der Gefühle die Leute nichts mehr ausflippen lässt als die Aufforderung, doch bitte nicht gleich auszuflippen. Da geht einigen erst richtig der Hut hoch.

Andere wieder nehmen die Dinge gelassen, sie sind cool. Das ist toll, aber ein wenig randständig. Denn dies ist das Zeitalter der Gefühle und der extremen Reaktionen. Heiß oder kalt. Gut oder böse. Viel Gefühl oder reines Desinteresse. Leidenschaft oder kalte Logik.

Leute, die ihre Befindlichkeiten auch ab und zu mal stecken lassen, machen sich verdächtig. Was haben sie zu verbergen, warum reißen sie sich zusammen? Wahrscheinlich sind sie nicht mit dem ganzen Herzen dabei. Da stimmt doch was nicht?

Das kann man wohl sagen.

Bis vor wenigen Jahren galt Gefühlskontrolle als Tugend, ja, sogar als Grundlage des gedeihlichen Miteinanders, der persönlichen Seriosität und nicht zuletzt als Führungsqualität schlechthin. Ein Manager, der betont leidenschaftslos über Fakten, Zahlen und Verhältnisse referierte, galt als qualifiziert, wer das nicht tat, als gestört oder gar als tickende Zeitbombe.

Wo immer es ums Ganze ging, schätzte man die Kühlen. Die Leidenschaftlichen, die Gefühligen, die waren zwar gut fürs Gemüt, aber öfter auch mal ein Sicherheitsrisiko. Selbst was den meisten als wichtiges Alltagsgefühl erschien, das Vertrauen, kam ohne Nüchternheit und Logik nicht klar, es war zum Zutrauen geworden, das man eher auf der Seite nüchterner Kalkulierer fand denn bei den leidenschaftlichen Dampfplauderern.

Gefühle waren was fürs Kino, was Privates. Doch im Geschäft, wo es um die Wurst ging, war die kühle Vernunft der ideale Aufbewahrungsort.

Das war einmal.


Gefühlskontrolle galt bis vor Kurzem noch als Tugend. Damit kann man heute kein Geschäft mehr machen.

2. Empathie für Anfänger

Heute zeigt man Gefühl, wenigstens Mitgefühl. Das Wort Empathie, das dafür steht, ist ebenso in Mode wie der Begriff Achtsamkeit. Um diese Wörter und das, was dahinterstand, kümmerten sich viele Jahre nur ein paar Psychologen und Philosophen. Heute gehören sie zur bildungsbürgerlichen Grundausstattung.

Was soll man davon halten?

Die richtige Frage wäre eigentlich eine andere: Was macht man mit dem Mitgefühl und der Achtsamkeit? Wozu dienen sie – und wem?

Ohne Zweifel lässt sich mit den großen Gefühlen auch Schindluder treiben. Man kann sie vorgaukeln, um leichter etwas zu verkaufen, davon lebt nicht nur die Unterhaltungsindustrie seit vielen Jahrzehnten nicht so schlecht. Vielleicht sollen uns die großen Gefühle auch nur ablenken und einlullen. Wo Gefühl ist, ist auch Kalkül. Man sollte, nein, man muss über Gefühle, die öffentlich zur Schau gestellt werden, kritisch zweifelnd urteilen.

Gefühle tauchen immer auf, wenn Manipulation ins Spiel kommt. Sie sind der Werkstoff der Täuschung und die Grundlage der Diktaturen. Das Böse hat nah am Wasser gebaut.

So waren die Nazis ausgesprochen stolz darauf, die Gefühle ihrer Untertanen an- zusprechen, um sie zu ihren Komplizen zu machen: „Weil wir die Sprache des Volkes sprachen“, brüstete sich der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, „haben wir das Volk erobert.“

Es ist kaum ein Jahr her, da verbot die russische Filmzensur die Aufführung einer Filmkomödie des schottischen Regisseurs Armando Iannucci, „Der Tod Stalins“ (The Death of Stalin). Durch die Satire könnten die Gefühle der bekennenden Stalin-Verehrer verletzt werden, die es bis heute in den Nachfolgegebieten der ehemaligen Sowjetdiktatur offenbar so reichlich gibt, dass man derlei berücksichtigen muss.

Und nicht zu vergessen: Der Appell ans Gefühl soll über schlechte Leistungen hinwegtäuschen. Wer seinen Bürgern nichts Materielles bieten kann, liefert eben Sentiment. Das gilt auch in Organisationen, wo fehlende Fortschritte durch gefühliges Pathos verschleiert werden, eine Masche, mit der man Defizite in Management und Führung ganz gut kaschieren kann. Die Überdosis Gefühl hilft auch dabei, Dilettantismus und Intrigen zu entschuldigen. Wenn jemand leidenschaftlich, aber ohne schlüssige Argumente für eine Sache eintritt, finden das allemal noch mehr Menschen sympathisch als wenn nüchterne Technokraten einfach eine Lösung vorlegen. Da haben die meisten dann „so ein komisches Gefühl“. Wer seine Befindlichkeiten nicht nach außen demonstriert, gilt als nicht authentisch genug – ein Witz der Sonderklasse: Authentizität bedeutet nichts weiter als verbürgt und zuverlässig, wofür die Kühlen und Vernünftigen stets standen.

Wie kann eine entwickelte Gesellschaft im frühen 21. Jahrhundert dem falschen Gefühl so auf den Leim gehen? Der Wohlstand des Westens baut zweifelsohne auf Nüchternheit und Pragmatismus, den Tugenden der Moderne und der Aufklärung. Vernunft und gründliches Nachdenken haben unsere Lage verbessert, nicht das impulsive Bauchgefühl.

Woher kommen dann Populismus, die politischen Extreme, die tägliche Empörungs- welle aus nichtigem Anlass? Können 300 Jahre Aufklärung so spurlos an Menschen vorübergehen?

Ja, das geht – weil es, bitte, bitte, jetzt bloß nicht aufregen, liebe Coole – gar nicht anders sein kann. Der Grund dafür ist, dass wir noch nicht gelernt haben, unsere Gefühle so nüchtern zu betrachten, wie wir das mit anderen Dingen tun.


Gefühle sind immer persönlich – und haben deshalb zu recht einen schlechten Ruf im öffent- lichen Raum.

3. Der Eisberg

Sehen wir uns also an, womit wir es zu tun haben. Schicht für Schicht. Das Gefühl ist die oberste Schicht, darunter liegt die Emotion. Eine Emotion (vom lateinischen emotio, heftige Bewegung; emovere aufwühlen) ist technisch gesehen eine körperliche, physiologische Reaktion auf Reize und Zustände im Gehirn, die unbewusst abläuft.

Das, was wir Gefühl nennen, ist hingegen der sichtbare, von uns wahrnehmbare Teil davon. Gefühle sind also nur die Spitze eines Eisbergs, der aus Emotionen besteht.

Der deutsche Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas formulierte das in einem Essay für das Lexikon der Neurowissenschaft von »Spektrum.de« so: „Emotionen sind überwiegend etwas, das uns zustößt, das von äußeren und inneren Reizen bedingt wird, ohne dass wir darauf einen willentlichen Einfluss hätten (…) Wir kennen unsere Emotionen dadurch, dass sie uns als Gefühle bewusst werden.“

Was uns als Gefühl begegnet, ist das, was auf die ihm zugrundeliegende Emotion verweist. Wir ahnen unsere Emotionen durch unsere Gefühle. Immerhin haben die Wissenschaftler den Versuch gemacht, die Welt der Emotionen ein wenig zu sortieren: Die Grundemotionen bestehen aus Abscheu, Traurigkeit, Furcht, Freude, Erwartung, Wut, Billigung und Überraschung.

Diese Emotionen sind allen Menschen gemein, den leidenschaftlichen wie den kalten. Emotionen sind, was sie sind – und sie gehören uns. Niemand anders kann sie haben und, auch wenn das jetzt ein wenig unromantisch klingt, man kann sie auch nicht teilen. Dass Menschen gleich empfinden, fühlen – das klingt großartig, ist aber Kitsch. Wenn andere etwas tun, was eine der negativen Grundemotionen in uns auslöst, dann sagen wir auch: Werd’ jetzt bloß nicht persönlich.

Dass es dort, wo viel Gefühl im Spiel ist, auch viele Missverständnisse gibt, weiß jeder, der die Pubertät hinter sich gebracht hat. Warum glauben wir also, dass man Gefühle verordnen kann? Wie soll das gehen, wenn wir jemanden zu mehr Empathie auffordern oder zu mehr Sensibilität? Man kann um Takt, Manieren, Zurückhaltung bitten, aber nicht um mehr oder weniger Gefühle. Alles, was dabei herauskommt, ist Manipulation und Täuschung – und damit Enttäuschung.

Gewiss: Gefühle können nicht nur trügerisch sein, sie können auch betrügen. Denn der bewusste Teil der Emotion lässt sich sehr wohl steuern – vortäuschen. Wer überrascht wird, kann dennoch so tun, als wäre er ganz cool. Und wo Traurigkeit und Wut herrscht, lässt sich trotz allem „gute Miene zum bösen Spiel“ machen. Aber letztlich gibt es nur gute und schlechte Schauspieler. Manche Kulturen trainieren ihre Menschen geradezu darauf, ihre Gefühle nicht zu zeigen und im Wortsinn kühl zu bleiben und das Gesicht zu wahren. Anderswo betont man seine Leidenschaften, inszeniert eine Gefühlsshow aus nüchternem Kalkül.

Kein Grund, sich aufzuregen.

4. Starke Gefühle in der Wissensgesellschaft

Gefühle sind ganz logisch. Wir verdanken sie der Evolution, sie helfen uns, schneller zu entscheiden.

Die Grundemotionen sind sozusagen standardisierte Reaktionen auf häufige Situationen, die im Laufe der Entwicklung aufgetreten sind. Sie lassen sich auch bei vielen höheren Arten feststellen. Ein Feind taucht auf, oder man ist enttäuscht, weil andere Futter bekommen und man selbst leer ausgeht, oder wird wütend, weil sich jemand an den eigenen Vorräten vergreift. Das Gefühl zeigt eine Veränderung an, eine Abweichung von der Norm, und hilft dabei, diese Veränderung zu bewältigen.

Vielleicht ist das der Schlüssel dafür, dass in unsicheren, orientierungslosen Zeiten das Gefühl nach vorn drängt, so wie das heute fraglos der Fall ist. Wo nichts feststeht, nichts sicher scheint, neue Fragen gestellt werden, hört man oft den Satz „Ich habe das Gefühl“. Das sagen Menschen, die sich nicht über ihr Urteil sicher sind, die erst dabei sind, eine Entscheidung zu treffen. „Ich habe das Gefühl“ ist eher eine Ansage, dass man sich auf die Reise begibt, etwas zu verstehen, was man noch nicht begriffen hat. Das ist für die Auseinandersetzung mit allem Neuen typisch.

Das Gefühl wäre dann die Vorhut des „schnellen Denkens“, von dem der Nobelpreisträger Daniel Kahneman spricht, also jenes schnellen und improvisierten Entscheidens, das wir jeden Tag unzählige Male üben (siehe brand eins 11/2016: „Zündstoff“). Erst wenn diese Mittel zur Entscheidungsfindung versagen, strengen wir uns mit dem langsamen Denken an.

Gehirnforscher haben herausgefunden, dass Menschen mit Schädigungen der für das Gefühl zuständigen Hirnregionen durchaus in der Lage sind, große intellektuelle Leistungen zu vollbringen. Sie scheitern allerdings an den einfachsten Entscheidungen im Alltag. Sie kriegen es nicht hin, einfach schnell einen Haken an eine Sache zu machen. Sie denken zu viel, und dadurch kommen sie nie ans Ziel. Die reine Vernunft braucht das Gefühl, und das ist kein Kitsch.

5. Zusammenhänge

Woher wissen wir eigentlich, dass beides – Gefühl und Vernunft – nicht zusammengehört? Woher kommt die Trennung? Zum ersten Mal war es der griechische Philosoph Platon, der die rigorose Zweiteilung des Menschen in Seele und Körper verkündete, die wir längst als Trennung von Gefühl und Vernunft begreifen. Für Platon war das Gefühl ein wilder Gaul, dem man ein straffes Zaumzeug anlegen musste. Seine Gefühle in den Griff zu bekommen, das galt als Tugend – und ließ sich von Machthabern und Religionen ganz hervorragend zur Disziplinierung der Untertanen nutzen.

Kaum ein Denker auch der aufgeklärten Moderne, der nicht von diesem alten Modell ausgegangen wäre. Erst Friedrich Nietzsche versuchte, den Dualismus im 19. Jahrhundert zu überwinden. Er erkannte – lange bevor die Neurowissenschaften dazu arbeiten konnten – den Zusammenhang zwischen Verstand und Gefühl, die Kohärenz.

Doch das interessierte lange Zeit niemanden, auch nicht, nachdem Psychologie und Neurowissenschaften mehr Erkenntnisse über die Seele zutage förderten. Intelligenz war Vernunft, und die war von dieser Welt, während das Gefühl eher behandlungswürdig blieb.

Scheinbar schien sich das zu ändern, als vor nun fast 30 Jahren der Begriff der „emotionalen Intelligenz“ eingeführt wurde, nach dem Titel eines Bestsellers des Autors Daniel Coleman. Nun drehte man den Spieß einfach um. Die emotionale Intelligenz galt jetzt als bedeutsamer als der bis dahin regierende, kalte und nüchterne IQ, der Intelligenzquotient, mit dem sich vermeintlich menschliche Schläue messen lassen sollte.

Dass beides nötig ist, hat Daniel Coleman immer wieder betont. Doch das ging unter, auch weil die Polarisierung zwischen Vernunft und Gefühl nicht nur in der Philosophie und Religion, sondern auch in der Politik und in der Gesellschaft so verankert war, dass niemand Lust hatte, über die zwei Seiten einer Medaille nachzudenken. So kam man von einem Extrem ins andere.

Nun gilt: Wer fühlt, der hat recht.

Auf die Politik und Gesellschaft übertragen, entspricht das dem republikanischen Prinzip, eine der großen westlichen Denkströmungen der Moderne, der Politik der Gefühle. Deren Hauptfeind ist der nüchterne Liberalismus. Der Republikanismus ist für das Gefühl zuständig, der Liberalismus dafür, dass alles funktioniert.

Der Hamburger Politikwissenschaftler Gary Schaal hat vor einigen Jahren mit seinem Stuttgarter Kollegen Felix Heidenreich einen bemerkenswerten Aufsatz über diese „Politik der Gefühle“ geschrieben. Wie sehr das Gefühl regiert, kann man dort schon an den ersten Zeilen bemerken. Die Autoren sezieren den Begriff Wutbürger, der heute vorwiegend für rechte Gefühlswallungen verwendet wird. Ein Wutbürger hat sich nicht unter Kontrolle. Den kann man nicht ernst nehmen und damit auch nicht die Ursachen seiner Wut, mit denen man sich gar nicht erst zu beschäftigen braucht. Wer fühlt, hat unrecht – das ist die Botschaft, die durch den Gebrauch des Begriffs Wutbürger ausgeht. Einerseits.

Für die eigene Welt gilt natürlich etwas anderes, wie Schaal und Heidenreich bemerken. Da erwärmt man sich an der Kampfschrift »Empört Euch!« des französischen Publizisten Stéphane Hessel. Nun ist die Gefühlswallung, zu der aufgefordert wird, plötzlich legitim. „Demokratiegefährdend ist nicht die Unvernunft eines emotionalisierten Mobs, sondern die Lethargie einer saturierten Konsumgesellschaft“, schreiben die Autoren. Kurzum, es hängt schlicht davon ab, wer Ärger macht: Donald Trump, die Gelbwesten, die G20-Krawalle oder Greta aus Stockholm. All das lässt sich unschwer unter dem Sammelbegriff der Politik der Gefühle einsortieren. Mit Vernunft hat das nichts zu tun.

Nun könnte man annehmen, die Autoren würden darum bitten, schleunigst zur reinen Vernunft zurückzukehren. Doch genau das, so meinen sie, bringe uns nicht weiter. Man müsse vielmehr der alten Politik der Gefühle, die zusehends eskaliert, eine neue Sichtweise entgegensetzen, in der beide Welten zu ihrem Recht kommen. Ganz so, wie es unserer Natur entspricht.


Die Politik der Gefühle kann niemand mehr ignorieren – aber vielleicht kann man sie etwas besser managen.

6. Gefühlsmanagement

Dass es nicht anders geht, hat auch mit dem fortschreitenden Wohlstand zu tun, der wiederum zu mehr Individualisierung führt. Man nimmt die Dinge persönlich, also mit der eigenen Sicht, den eigenen, unverwechselbaren Gefühlen, auf. So wenig man diese verordnen kann, davon war ja oben die Rede, so wenig kann man auch verlangen, sie zurückzunehmen und durch reine Vernunft zu ersetzen. Wohl aber kann man das Vernünftige fördern, es anstupsen, es bei jeder Gelegenheit ein bisschen mehr bevorzugen als das Unvernünftige.

Das hat, wenn es um Gemeinwesen geht und nicht um einen selber, einen sehr simplen Grund, weiß Gary Schaal: „Das Gefühl ist individuell. Aber die Vernunft ist für alle gleich.“ Die Konsequenz daraus ist, so Schaal, dass sich der kühle Liberalismus dem Republikanismus öffnen muss. Es genügt nicht, darauf hinzuweisen, dass die anderen falsch liegen, weil sie wütend sind. Man muss auch die Frage stellen, wie es dazu kam. Kompromisse schließen. Verhandeln. Deals machen, damit die Gefühle nicht Oberwasser kriegen.

Schaal und Heidenreich nennen das Gefühlsmanagement. Das sei, sagt Schaal, nichts anderes, als mit den Emotionen anderer nüchtern und sachlich umgehen zu lernen. Dazu gehöre, die Weltbilder der anderen nicht pauschal als verrückt zu diffamieren, sondern sich in „Frustrationstoleranz zu üben“, wie er es nennt.

Aushalten, was andere bewegt – ohne es sich zu eigen zu machen. Politiker und Manager müssten zudem mehr klare, verständliche Entscheidungen treffen und verlässliche Rahmenbedingungen gestalten.

Klarheit und Verständlichkeit sind wichtige Werkzeuge, um die Luft aus den Themen rauszulassen. Das gilt für Organisationen wie Gesellschaften gleichermaßen. Und Vorsicht, mahnt Gary Schaal, keine Tricks. Es geht darum, Gefühle ernst zu nehmen, „damit wir alle wieder leichter zur Vernunft kommen“.

Kein schlechter Rat in Zeiten wie diesen.

Der englische Autor William Davies hat in seinem Buch „Nervous States“ das Gebot der Stunde formuliert: „Wir brauchen weniger Eile und mehr Sorgfalt, sowohl beim Denken als auch beim Fühlen.“

Keine Panik.
Mehr Ruhe.