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Thomas Lovejoy

Thomas Lovejoy erforscht seit Jahrzehnten das Abholzen des Regenwaldes am Amazonas. Der Ökologe hat dabei gelernt, dass Fakten nicht reichen, um die Mächtigen zu überzeugen.




• Es ist Nacht im Regenwald, es ist heiß und laut. Blätter rascheln, Unterholz knarzt, Insekten zirpen, aus der Ferne ertönen die Schreie der Brüllaffen. Die vollkommene Dunkelheit sensibilisiert die Sinne. Die dichten Baumkronen lassen kein Stück Himmel durchschimmern.

Thomas Lovejoy tastet mit den Füßen die Wurzeln auf dem Boden ab. Der 77-Jährige mit dem ungewöhnlichen Nachnamen ist einer der renommiertesten Ökologen weltweit, die Yale-Schule für Forstwirtschaft und Umweltwissenschaften nannte ihn einst den „Godfather of Biodiversity“. Es heißt, er habe sogar diesen für die Vielfalt von Arten und Ökosystemen stehenden Begriff geprägt. Er erforscht im Regenwald des Amazonasbeckens im Norden Brasiliens, was in welchem Maße diese für das menschliche Wohlergehen so wichtige Vielfalt bedroht. Es ist sein Lebenswerk.

Lovejoy ist ein einflussreicher Mann. Die US-Präsidenten Reagan, Clinton, Bush und Obama haben sich von ihm beraten lassen. Schauspieler, Sänger, Politiker und Konzernmanager sind seiner Einladung gefolgt und haben mit ihm ein paar Tage im Regenwald verbracht. Diesmal hat er eine neunköpfige Gruppe zu Gast, darunter zwei Professoren, der ehemalige Coca-Cola-Landeschef für Brasilien, ein New Yorker Verleger, eine befreundete Familie und sein Neffe.

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