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Der einsamste Job der Welt




Kür: Marsibil Erlendsdóttir schaut über das Nordpolarmeer auf den Nachbarfjord Pflicht

Marsibil Erlendsdóttir lebt in Dalatangi, einem der abgelegensten Orte Islands im äußersten Osten der Insel. Dort kümmert sich die 58-Jährige um ihren Bauernhof, den Leuchtturm sowie die Wetterstation. Außerdem bildet sie Border Collies zum Schafehüten aus. Und sendet alle drei Stunden den Wetterbericht nach Reykjavik – Tag und Nacht, ob es regnet, schneit oder stürmt.

Sie ist hier mit ihren Eltern, sechs Schwestern und einem Bruder aufgewachsen, heiratete einen Fischer, brachte einen Sohn und eine Tochter zu Welt. Die Zeit verging, ihre Familienangehörigen zogen weg, ihr Mann starb. Sie blieb. Besonders hart ist es im Winter, wenn die Temperatur unter zehn Grad minus sinkt, das Tageslicht verschwindet und der Ort nur per Schiff zu erreichen ist. Marsibil Erlendsdóttir hat sich dieses Leben im Rhythmus mit der Natur und dem Wetterbericht nicht ausgesucht, es hat sich so ergeben. Sie mag es.


Hier sind die auszubildenden Hunde zu sehen. Erlendsdóttir hat stets neun bis zwölf Border Collies, denen sie das Schafehüten beibringt. 


Sie ist ihre eigene Herrin: Marsibil Erlendsdóttir auf dem Weg zum Stall, in dem die Mutterschafe und ihre Lämmer untergebracht sind Foto oben: Blick auf Dalatangi vom Leuchtturm aus


Im Leuchtturm: Auch dafür, dass er zuverlässig Licht aussendet, ist Marsibil Erlendsdóttir zuständig


Praktisch: Der Berg schützt das in den Hang gebaute Gehöft vor dem schneidenden Nordwind