Partner von
Partner von
Wirtschaftsgeschichte

Das Erbe des Pferdekarrens

Nicht immer setzt sich die beste Lösung durch. Auch nicht bei der Eisenbahn.





• Am Ende hing der Fortschritt an 705 Millimetern. Es war das Jahr 1845, und in Großbritannien begann die Ära der Eisenbahn. Für die Industrialisierung brauchte man effiziente Transportmittel, deshalb hatten Unternehmer zahlreiche Strecken gebaut, die damals schon 3900 Kilometer lang waren. Das Problem war nur, man konnte sie nicht verbinden: Sie hatten unterschiedliche Spurweiten.

Für die Ingenieure George Stephenson und dessen Sohn Robert auf der einen und Isambard Kingdom Brunel auf der anderen Seite ging es dabei um viel. Die Stephensons hatten die Stockton & Darlington Railway gebaut, die in den Kohlezechen im Nordosten Englands verkehrte. Der Abstand zwischen den Innenkanten der Schienen betrug dort exakt 1435 Millimeter. Anders die von Brunel gebaute Great Western Railway, die London mit dem Südwesten und Wales verband. Sie war mit 2140 Millimetern deutlich breiter. Über diese 705 Millimeter Unterschied wurde leidenschaftlich gestritten.

Dieser Artikel ist für Abonnenten freigeschaltet.

Als Digital- oder Kombi-Abonnent können Sie diesen Artikel bereits jetzt online lesen.
Loggen Sie sich dafür bitte oben rechts mit Ihren Zugangsdaten ein.

Werden Sie jetzt Digital- oder Kombi-Abonnent oder kaufen Sie die digitale Ausgabe 07/2018, um direkt weiterzulesen.