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Schlechter Service ist ein Ärgernis für die Kunden – und eine Chance für Gründer, die aus den Versäumnissen anderer ein Geschäft machen.




Einspruch!, ruft der Bot

Wer eine Bahn- oder Flugreise über ein Onlineportal oder am Automaten bucht, erledigt einen Teil der Arbeit, für die bis vor wenigen Jahren das Fachpersonal des Unternehmens zuständig war. Das funktioniert inzwischen weitgehend reibungslos – der Ärger beginnt, wenn das Ticket zurückerstattet werden soll.

Dann schlägt die Stunde der sogenannten Legale-Tech-Start-ups, also junger Firmen, die Online-Rechtsberatung in automatisierter Form anbieten. Viele von ihnen haben sich auf Flug- und Bahngastrechte spezialisiert.

Über einfache Onlinewerkzeuge ermöglichen sie dem Kunden, sein Recht geltend zu machen. In der Regel muss er nur das Zug- oder Flugticket und die Bestätigung der Verspätung hochladen. Das Portal fordert automatisch und rechtskonform die Ersatzansprüche ein. Werden sie erstattet, bekommt das Start-up eine Provision.

Seit den späten Nullerjahren wächst die Zahl der Anbieter exponentiell. Der Codex Techindex der Stanford Universität, der als wichtiger Indikator für diese Unternehmen gilt, weist aktuell 863 Firmen aus, von denen gut 80 Prozent in den vergangenen zehn Jahren gegründet wurden.

Entsprechend hart ist der Markt umkämpft, vor allem bei Flug- und Bahngastrechten. Aber auch in anderen Rechtsgebieten wird Start-ups mit dem Thema Jura eine rosige Zukunft vorausgesagt, denn maschinelles Lernen ermöglicht mittlerweile die technische Lösung sehr spezifischer Aufgaben.

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