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Jagdhof Glashütte

Gäste zu bedienen gilt nicht als Traumberuf. Erika Dietermann hat darin ihre Erfüllung gefunden. Hier erzählt sie, warum.




• Meine Tochter sagt immer: „Wie kann man nur jeden Tag mitten in der Nacht aufstehen. Sich ein Dirndl anziehen. Und dann auch noch Gäste bedienen und zu allen immer freundlich sein.“

Vielleicht fällt es manchen schwer zu glauben, aber ich mache meinen Beruf mit Leib und Seele. Die Tracht ist Arbeitskleidung, passt bei uns zum Ambiente, und die weiße Bluse ist ganz dünn, da wird mir auch im Sommer nicht zu warm. Ich bin schon immer gerne zur Arbeit gegangen, egal ob spätabends oder, wie jetzt, morgens sehr früh. Ich bediene, ja – aber ich empfinde es nicht als Dienen. Ich mache es aus freien Stücken.

Natürlich ist es angenehmer für eine Servicekraft, wenn das, was sie an den Tisch bringt, richtig gut ist. Unser Frühstück zeige und serviere ich wirklich gerne. Allein die Metzgertheke mit Parmaschinken, Schwarzwälder Schinken, Westfälischem Knochenschinken, Tiroler Speck, Kassler, Roastbeef, hausgemachter Leberwurst. Oder die Fischauswahl: Matjes, Rollmops, Sahnehering, Räucherlachs, gebeizter Lachs. Dann das, was von der Karte bestellt werden kann: Austern, Trüffelrührei, Eggs Benedict, gebratene Blutwurst auf Schanzenbrot. Für Hotelgäste alles im Zimmerpreis inbegriffen, Auswärtige zahlen 29,80 Euro.

Der Jagdhof Glashütte ist ein Fünf-Sterne-Hotel und liegt mitten im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen. Die Leute kommen wegen der Ruhe; man hat hier kaum Handyempfang, das wissen viele zu schätzen. Und sie freuen sich auf das Gourmet-Frühstück, das es bei uns täglich bis zwölf gibt – eigentlich sogar bis 13 Uhr, denn so lange kann jeder sitzen bleiben, vorher wird nichts weggeräumt vom Büfett. Wir wollen die Gäste verwöhnen. „Hach, Frau Dietermann“, sagen sie schon mal zum Abschied, „Sie haben uns wieder so betüddelt, am liebsten würden wir Sie mit nach Hause nehmen.“

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