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Houston, wir brauchen ein Problem

Für die einen sind es Ärgernisse, für die anderen Geschäftsideen. Sechs Firmen, die uns weiterhelfen.





PROBLEM I: Wo finde ich die richtigen Antworten mit Erklärung?

Als Emrah Hircin, heute Facharzt für Innere Medizin, sich im Jahr 2007 auf sein Examen vorbereitete, druckten Verlage noch dicke Bücher oder verkauften CD-ROMs mit 10 000 Examensfragen und -antworten. „Auf Hunderte Fragen gab es immer die gleiche Standardantwort“, sagt Hircin. Was seine Kommilitonen und er aber wirklich brauchten, waren Erklärungen, warum eine Antwort richtig ist oder nicht, am besten online.

Seit 2012 arbeitet Hircin bei Amboss, einem Unternehmen, das genau das anbietet, was er sich damals wünschte: medizinisches Lernmaterial im Internet. Amboss ist heute eines der meistgenutzten Angebote zur Aus- und Weiterbildung von Studenten und Ärzten.

Die Idee für die Wissensplattform hatten die drei Ärzte Kenan Hasan, Madjid Salimi und Sievert Weiß, die zusammen in Göttingen studiert hatten. Sie entwickelten eine Lernsoftware, mit der Medizinstudenten sich auf das Examen vorbereiten können – und nicht nur richtige Antworten, sondern auch umfangreiche Zusatzinformationen finden. 2011 gründeten sie ein Unternehmen, Hircin war von Anfang an dabei. Seitdem haben schon 36 Universitäten in Deutschland und in der Schweiz eine Campus-Lizenz der Software für ihre Medizinstudenten erworben.

Auch Ärzten fehle im Berufsalltag eine solche Datenbank, in der sie nachschauen könnten, wenn sie etwas nicht wüssten, sagt Emrah Hircin: „Die Kollegen googeln medizinische Fachfragen, scrollen durch Wikipedia oder bestenfalls durch Leitlinien-PDFs, in denen auf Seite 136 steht, dass ein Sachverhalt gemäß Leitlinie B behandelt werden soll, siehe Seite 236.“

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