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Nähe und Distanz

Im Leben und im Geschäft zählt eines: der richtige Abstand. Über Nähe und Distanz und ihr richtiges Maß.





1. Abstandsregler

Jeder kennt das von der Straße. Wenn alles flüssig läuft, jeder auf Abstand fährt, ist alles super. Doch wenn’s dichter wird und zäher, gilt: Komm mir bloß nicht zu nahe! Zeiten der Veränderung sind wie der Stoßverkehr: Mal geht’s flüssig, mal gibt’s Stau. Man muss achtgeben, dass es nicht kracht. Veränderungen definieren auch die Nähe und Distanz von Beziehungen neu, privat und geschäftlich. Wie viel Nähe halten wir aus – und ist sie echt? Oder ist das allgegenwärtige Rankumpeln nichts weiter als ein sozialer Auffahrunfall?

Leicht ist das nicht: Zu viel Distanz gilt als steif, zu viel Nähe als übergriffig. Das ist das alte Lied vom Gegensatz von Individuum und Gemeinschaft.

2. Stachelschweine

Das Verhältnis von Nähe und Distanz wird immer dann neu justiert, wenn sich Kulturen grundlegend verändern. Das ist heute ebenso der Fall wie zu Beginn der Industrialisierung in Deutschland im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1851 verfasste der Philosoph Arthur Schopenhauer sein Werk „Parerga und Paralipomena“, in dem sich die kluge Parabel von den Stachelschweinen findet. Damals war die Lage höchst unübersichtlich. Die Fabrikarbeit bedrohte das Handwerk und die alten Sitten und Gebräuche.

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