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Marketing

Auf Thermomix-Partys und beim Influencer-Marketing behandeln Verkäufer ihre Kunden wie Freunde. Ist das in Ordnung?





• Caroline Scheff begrüßt die Gastgeberin wie eine alte Vertraute. „Vorsicht, nicht zu nahe kommen, ich bin erkältet“, sagt Anke noch, aber da hat Scheff sie schon umarmt. Es ist 19 Uhr an einem Dienstag. Anke, die vor Kurzem bei Scheff ein Thermomix-Küchengerät gekauft hat, hat einige Frauen – Inge, Hilde, Iris und Anja – zu einer Verkaufsparty zu sich nach Hause eingeladen. Und Caroline Scheff? Kommt rein, legt ab, besetzt die Küchenablage. Zwei Minuten später nennen sie alle Caro.

Nichts mit „Was wünschen die Dame?“ oder „Kann ich Ihnen behilflich sein?“ – auf der Verkaufsparty gibt es erst mal Weißwein und Smalltalk, und dann wird über Generationsgrenzen hinweg geduzt. Der Plan für den Abend lautet: ein Fünf-Gänge-Menü zubereiten, selbst gebackenes Brot inklusive, und gemeinsam essen. „Ich hoffe, ihr habt Hunger mitgebracht“, sagt Scheff, auf deren Oberteil glitzernd „Thermomix“ steht. Alles andere als ein allgemeines Du würde in dem Rahmen unangemessen wirken. So beginnt die Kunst des Verkaufens unter Freunden.

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