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Wasserstofffahrzeuge

Nirgendwo fahren mehr Autos mit Wasserstoff als an der amerikanischen Westküste. Dort versucht der Staat, seine Bürger mit Zuckerbrot und Peitsche vom Verbrennungsmotor abzubringen.




• Dan Murray tankt seinen geleasten Brennstoffzellen-Toyota Mirai gut gelaunt in Mill Valley nördlich von San Francisco. „Es gibt keinen besseren Deal“, sagt er, während eiskalter komprimierter Wasserstoff (H2) unter Hochdruck in den Tank strömt. Knapp vier Kilo zu einem Preis von 66,16 Dollar.

Aber Murray bezahlt keinen Cent, Toyota übernimmt drei Jahre lang die Treibstoffkosten. „Meine monatliche Lea- sing-Gebühr beträgt 350 Dollar, davon kann ich wegen staatlicher Subventionen 60 Dollar abziehen, und rund 150 Dollar spare ich dank des Gratis-Treibstoffs“, rechnet er vor. „Also kostet mich der neue Wagen unterm Strich etwa 140 Dollar im Monat. Wasserstoff ist super!“

Mit seinem Enthusiasmus steht Murray noch weitgehend allein. Mehr als 25 Millionen Pkw sind in dem bevölkerungsreichsten US-Staat zugelassen, fast 350 000 davon sind als emissionsfreie Fahrzeuge (Zero-Emission Vehicles, ZEV) klassifiziert, aber nur knapp 4000 werden mit Wasserstoff betrieben.

Dabei soll es nicht bleiben. Der scheidende Gouverneur Jerry Brown hat per Dekret angeordnet, die öffentlichen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur aufzustocken. Bis 2030 sollen fünf Millionen ZEV in Kalifornien unterwegs sein und 200 Wasserstofftankstellen zur Verfügung stehen, derzeit sind es 32.

Ganz in Blau: Bill Elrick, Chef der California Fuel Cell Partnership

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