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Dann hat die Firma Pech. Dann muss sie Marketing machen.

Die Leichte Sprache richtet sich vorwiegend an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen – vielleicht hat sie aber noch größeres Potenzial? Hier die Übersetzung einiger Passagen aus dem „Gabler Wirtschaftslexikon“ zur Definition von Marketing.





Ausführliche Erklärung:

(…) Der Grundgedanke des Marketings ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes. Heutzutage ist es unumstritten, dass auf wettbewerbsintensiven Märkten die Bedürfnisse der Nachfrager im Zentrum der Unternehmensführung stehen müssen. Marketing stellt somit eine unternehmerische Denkhaltung dar. Darüber hinaus ist Marketing eine unternehmerische Aufgabe, zu deren wichtigsten Herausforderungen das Erkennen von Marktveränderungen und Bedürfnisverschiebungen gehört, um rechtzeitig Wettbewerbsvorteile aufzubauen. (…) Darüber hinaus besteht eine weitere zentrale Aufgabe des Marketingmanagements darin, Möglichkeiten zur Nutzensteigerung zu identifizieren und den Nutzen für Kunden nachhaltig zu erhöhen.

Das ist Marketing:

Eine Firma will ihr Produkt verkaufen.
Die Kunden wollen das Produkt kaufen.
Manchmal gibt es viele Produkte, aber nur wenige Kunden.
Dann hat die Firma Pech.
Dann muss sie Marketing machen.
Das heißt: Die Firma muss sich um ihre Kunden kümmern.
Die Firma muss sich fragen: Was wollen meine Kunden?
Denn manchmal haben die Kunden plötzlich neue Wünsche.
Das muss die Firma schnell verstehen.
Dann kann die Firma die neuen Wünsche schnell erfüllen.
Die Firma muss sich aber auch um ihr Produkt kümmern.
Die Firma muss sich fragen: Wie kann das Produkt besser werden?
Ein besseres Produkt können die Kunden besser gebrauchen.

(…) In den letzten Jahren hat sich diese dominant kundenorientierte Perspektive zugunsten weiterer Anspruchsgruppen des Unternehmens (z. B. Mitarbeiter, Anteilseigner, Staat, Umwelt) erweitert. Diese weite Definition des Marketings stellt die Gestaltung sämtlicher Austauschprozesse des Unternehmens mit den bestehenden Bezugsgruppen in den Mittelpunkt der Betrachtung und betont die Rolle des Marketings als umfassendes Leitkonzept der Unternehmensführung. (…)

Aber das reicht nicht aus.
Heute muss sich die Firma um noch mehr Leute kümmern.
– Zum Beispiel um die Mitarbeiter.
– Oder um die Umwelt.
Die Firma muss immer fragen:
Was wollen die anderen?
Marketing ist heute sehr wichtig für die Firma.
Marketing ist auch wichtig für das Produkt.

Zur Erreichung der Ziele eines Unternehmens werden Marketingstrategien entwickelt, die operativ mithilfe der Marketing-Instrumente (…) umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um die Instrumente Produkt-/Leistungs- (Product), Preis- (Price), Kommunikations- (Promotion) und Vertriebspolitik (Place).

Marketing kümmert sich um vier Themen:
1. Wie mache ich das Produkt besser?
2. Wie mache ich den Preis besser?
3. Wie erzähle ich den Leuten von dem Produkt?
4. Wie verkaufe ich das Produkt?

(…) Diese aktivitätsbezogene Auffassung versteht Marketing somit als Bündel von marktgerichteten Maßnahmen, die dazu dienen, die absatzpolitischen Ziele eines Unternehmens zu erreichen. Dieses Verständnis hat bis heute seine Bedeutung erhalten.

Das alles zusammen ist Marketing.
Das Ziel ist:
Die Firma soll mehr Geld verdienen.
Das war früher so.
Und das ist heute auch noch so.