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Äh …

Ich würde so gern aus dem Stegreif eine Rede halten. Doch ich habe Bammel davor. Vielleicht kann mir ja geholfen werden?




• Die Blätter in den Bäumen tuscheln, die Enten und Schwäne am Teichrand scheinen tatsächlich zuzuhören. Sie sind mein Publikum. Seit Wochen laufe ich in den Park, um vor ihnen meinen Vortrag zu üben. Langsam kann ich ihn auswendig. Ich übe Gestik, wechsle die Stimmlage, es soll aufregend klingen. Auf keinen Fall so, als hätte ich Wort für Wort aufgeschrieben.

Ich tue das, weil ich Angst habe. Vor Blackouts, Gestammel, gelangweilten Zuhörern. Viel lieber würde ich mich auf die Bühne stellen und einfach loslegen. Ich bewundere Menschen, die so etwas können. Die unvorbereitet beginnen. Erst eiern sie ein bisschen herum, wirken zerstreut, dann haben sie eine Idee, bauen sie aus, werden sicherer, witziger, tiefsinnig, landen schließlich eine Schlusspointe. Das würde ich auch gern können.

Die Rede, auf die ich mich am Ententeich vorbereitete, hielt ich vor drei Jahren; die Erinnerung daran blitzt auf, als mir ein Freund von den Toastmasters erzählt. Ein Club, in dem sich Leute treffen, um Reden zu halten. Vor meinem inneren Auge erscheint eine lange Tafel, an der Leute speisen. Ab und zu steht einer auf, klopft an sein Glas und gibt etwas zum Besten. Kann ich das üben? Kann ich mein Lampenfieber bekämpfen? Kann ich lernen, öffentlich entspannt aufzutreten?

Was ich bei den Toastmasters als Erstes lerne: Da wird nicht gegessen. Zweitens: Es ist eine weltumspannende Organisation – mehr als 330.000 Mitglieder, verteilt auf mehr als 15.000 Clubs in 135 Ländern. Drittens: Der Anspruch ist hoch. Die Mitglieder sollen sich zu mitreißenden Rednern und souveränen Führungskräften entwickeln. Beides hänge unmittelbar zusammen. Eine Führungskraft müsse kommunizieren – Reden halten, Feedback geben und annehmen, Teams moderieren, Einzelne ermutigen, Ziele zu erreichen.

Doch es gilt auch umgekehrt: Wer redet, führt. Dazu muss man keine leitende Position innehaben. An drei Abenden höre ich rund 30 Reden, und fast jede zieht mich in ihren Bann. Es geht unter anderem um ein Polizeiverhör, einen Flirt in der U-Bahn und einen Schicksalsschlag. Die Reden wirken, weil sie einer Empfehlung aus der Begleitfibel des Clubs folgen: „Je persönlicher Ihre Rede ist, desto enger wird das Verhältnis zwischen Ihnen und dem Publikum sein.“

Zum Beispiel bei Ralphs „Eisbrecher“-Rede. Der erste fünfminütige Beitrag. Ralph ist Anfang 30, trägt unter gescheiteltem Haar eine große Plastikbrille, dahinter ein ernstes Gesicht. Er steht im gemieteten Klassenzimmer einer Schule im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg vor 27 Menschen, die ihn erwartungsvoll anschauen. Später wird er sagen, sie hätten ihn „nett angelächelt“, das habe ihm geholfen.

Der Präsident des Clubs hat eine Kamera eingeschaltet. Der Finger des sogenannten Füllwortzählers schwebt über einer Rezeptionsklingel; wann immer Ralph „äh“ oder „öh“ sagt, wird er ein mahnendes Pling hören. Der Zeitnehmer hat eine kleine Ampel auf Grün gestellt, in fünf Minuten wird er auf Gelb, dann auf Rot schalten. Signal für Ralph: Komm zum Ende.

Als 20-jähriger Zivildienstleistender, erzählt er, lernt er in der Krankenhaus-Cafeteria eine junge Frau kennen. Sie hat gerade eine Operation hinter sich und sitzt noch im Rollstuhl. Sie scherzen, verlieben sich, zwei Jahre sind sie zusammen. Er habe eine rosarote Brille aufgehabt, sagt Ralph, das Rabenschwarze in ihr nicht sehen wollen. Bis er eines Tages wie so oft voll Vorfreude zu ihr fährt. Was er in ihrer Wohnung sieht, überspringt er. Er erzählt, wie er im Treppenhaus sitzt, durch einen Schleier die Sanitäter wahrnimmt, die miteinander scherzen, die Nachbarin, die wie immer nervt, seine Schwester, die versucht, mit ihm zu sprechen. Kein Wort bringt er heraus. Versteckt sich anschließend ein Jahr lang in seinem Zimmer. Trinkt viel, morgens schon. Macht sich Vorwürfe – wie konnte das passieren? Zehn Prozent aller Magersüchtigen, liest er, bringen sich um. Die Statistik hilft ihm nicht. Es ist die Kamera, die ihn zurück in die Welt holt. Er beginnt zu fotografieren. Heute, sagt er, lichte er vor allem Menschen ab, die sich über Jahre wichtig geworden sind. Menschen im Kreis ihrer Liebsten.

Die Ampel leuchtet rot, passt, Ralph ist fertig, nickt dem moderierenden „Toastmaster des Abends“ zu und geht, noch etwas wackelig auf den Beinen, zurück zu seinem Platz. Applaus. Ich finde ihn mutig. Zudem war seine Geschichte durchdacht. Sie lieferte prägnante Bilder, ließ aber grausige Details aus. Deutete vieles nur an, ohne unverständlich zu werden. War lakonisch vorgetragen, ohne Pathos, und gerade darum bewegend.

Rhetorik erschöpft sich oft im bloßen Sprachgedrechsel. Wenn Politiker oder Verbandssprecher für ihre Interessen werben, kommen mir geschliffene Sätze seelenlos vor. Die Toastmasters dagegen üben Rhetorik als Kunst, in ansprechenden Worten mitzuteilen, was einen wirklich bewegt. Das muss keine Leidensgeschichte sein. Es kann auch um die Funktion des Mandelkerns im Gehirn gehen.

Das kann man nicht aus dem Ärmel schütteln. Die Toastmasters kneten ihre fünf- bis zehnminütigen Beiträge. Sie lassen sie klingen, tragen sie probeweise ihren Wohnzimmermöbeln oder einem erfahrenen Clubmitglied vor, den sie als Mentor ausgesucht haben. Die vorformulierte, trainierte Rede, sie existiert zu Recht, erfahre ich.

Regel 1: Erzähl was vom Pferd

Glücklicherweise üben die Toastmaster aber auch die improvisierte Form, die ich so bewundere. Die Stegreifrede – ein geeignetes Mittel, um den Puls in die Höhe zu treiben.

Stegreifreden kommen wie Überraschungsangriffe. Der Moderator nennt ein Stichwort und bestimmt jemanden, der dazu aus dem Nichts einen etwa anderthalbminütigen Vortrag entwickelt. Ist der Moderator kreativ, kleidet er die Stichworte in eine Geschichte. „Stell dir vor“, sagt Robert in die Runde, „du trittst einen neuen Job in einem Forschungsinstitut an. Gleich am ersten Tag nimmt dich die Leiterin beiseite und fragt nach deiner Meinung zu anthropomorphen Molekülen.“ Er mustert mich und drei, vier weitere Zuhörer. „Was antwortest du?“ Es ist mein erster Abend im Club, und ich habe mich als „Stegreifredner“ bereit erklärt. „Man braucht dafür kein Fachwissen“, versuchte mich einer zu beruhigen. Und jetzt das: „anthropomorphe Moleküle“. Was ist das? Etwas drückt gegen meine Brust.

„Die meisten Menschen haben vor einer öffentlichen Rede mehr Angst als vor dem Tod“, sagt Jürgen Hall, Präsident in Berlin-Steglitz. Woraus folge, so ein Running Gag bei den Toastmasters: „Bei einem Begräbnis liegen die meisten lieber im Sarg, als die Trauerrede zu halten.“

Cordelia kommt dran. Scheinbar seelenruhig und mit sichtlichem Spaß erzählt sie von ihrem „ersten Arbeitstag im Institut“. Sie freue sich wahnsinnig auf die Arbeit mit anthropomorphen Molekülen, habe sie der Chefin gesagt. An ihrer vorigen Arbeitsstelle habe sie nur mit einfachen Molekülen zu tun gehabt, das sei ihr zu wenig gewesen. Als die Chefin fragte, ob sie die Leitung der Abteilung für anthropomorphe Moleküle übernehmen wolle, habe sie sich etwas geziert – „ich wollte nicht gierig scheinen“ –, dann aber eingewilligt mit der Bemerkung: „Man wächst ja an seinen Aufgaben.“ Die Chefin sei begeistert.

Ich staune: Wie kann man so schnell passende Ideen aus dem Hut zaubern? Immerhin hat Cordelia Bühnenerfahrung, sie ist Schauspielerin. Und sie beherzigt eine goldene Regel für Stegreifreden: „Erzähl irgendwas vom Pferd.“ Außerdem weiß sie, dass der Moderator, von Beruf Lektor für Fachbücher, ein Faible für wissenschaftliche Scherzfragen hat, zum Beispiel über Moleküle in Menschengestalt. Die Kunst, sagt sie, bestehe darin, sich nicht verunsichern zu lassen. Am besten, man wiederhole zunächst die Aufgabe, etwa: Da stehe ich mit der Kuh auf dem Eis und überlege, wie kriege ich sie da runter. „Dabei entstehen Bilder im Kopf, denen du nur zu folgen brauchst.“


Bei einem Begräbnis liegen die meisten lieber im Sarg, als die Trauerrede zu halten.

Klingt kreativ und frei. Der formale Rahmen jedoch ist streng, das Schema der Veranstaltungen weltweit dasselbe: vier bis fünf vorbereitete Reden, vier bis fünf Stegreifreden, Pause, Bewertungen, Auszeichnung der Besten, Feierabend. Das Programm veröffentlicht der Präsident zuvor im Internet, es ist auf die Minute getaktet: wie lange die Begrüßung dauert, welche Funktionsträger sich und ihre Aufgabe binnen je einer Minute vorstellen, wer den Redenteil moderiert, welche vorbereiteten Beiträge darin zu erwarten sind, von wem und zu welchem Thema und um welche Uhrzeit die zehnminütige Pause beginnt.

Gespräche zwischendurch sind unerwünscht, vor und nach jedem Beitrag wird kräftig applaudiert. Der Präsident steht an einem Rednerpult mit einem Holzhammer, von dem er, je nach Temperament, Gebrauch macht. Hinter ihm hängt die Clubfahne von Toastmasters International, in dessen Logo groß die Erdkugel prangt. Das Ganze wirkt wie eine Mischung aus Theateraufführung, Gerichtsprozess und Vereinsversammlung.

Elena, eine Buchhalterin aus der Ukraine, kommt, weil sie hier „Höhepunkte der deutschen Sprache“ erlebt – deren Logik sie ebenso schätze wie schöne Redewendungen. Ein Abend bei den Toastmasters, sagt sie, sei für sie „wie ein Abend in der Oper“.

Qualität entsteht durch konstruktive Kritik. Die Bewertung der Reden gilt als ebenso wichtig wie die Reden selbst. Doch soll diese nicht als höchstrichterliches Urteil daherkommen, sondern als ermutigende Kritik. Anhand des Begleitbuchs beachtet der Bewerter bestimmte formale Aspekte: Wird die Absicht des Redners frühzeitig klar? Bewegt er sich ruhig, passt seine Gestik zum Inhalt? Moduliert er seine Stimme? Verwendet er prägnante Sätze, originelle Metaphern, Anekdoten und Beispiele, um die Botschaft zu veranschaulichen? Inspiriert seine Rede zum Handeln?

„Es kommt nicht darauf an, was man sagt, sondern was der andere versteht“, lautet ein Bonmot. Oder: „Reden ist Silber, Zuhören ist Gold.“ Solche Leitsätze könnten auch in einem Beziehungsratgeber stehen.

Regel 2: Denk an was Lustiges

Darum geht es im Grunde auch. Der Club will das Leben insgesamt verbessern, durch „Respekt“, „Achtsamkeit“, „Engagement“, „Mut zur Veränderung“. Sein Gründer Ralph Smedley gehörte ursprünglich dem Christlichen Verein Junger Männer an. 1924 erfand er die Toastmasters, die ein friedliches, erfülltes Miteinander anstreben – dank wirksamer Kommunikation.

„Toastmasters International befähigt Menschen, ihr volles Potenzial zu erreichen und ihre Träume zu verwirklichen“, verheißt die Begleitfibel. Die Mitglieder schätzen den Club als geschützten Raum, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, besser mit Kritik umzugehen und im Team Verantwortung zu übernehmen, die viel beschworenen Soft Skills.

Sebastian aus Kolumbien, Student der Betriebswirtschaftslehre und seit sieben Jahren in Deutschland, sieht seine Zukunft im „nachhaltigen, verantwortungsbewussten Leadership“. Was er darunter versteht, klingt an, als er die Rede seiner kleinen Schwester auseinandernimmt.

Natalia geht noch zur Schule, ein zartes, freundliches Wesen. In der vergangenen Silvesternacht, erzählt sie, habe sie sich vorgenommen, mehr zu lächeln, wie früher als Kind. Im Alltag sei ihr das Lächeln abhandengekommen, vielleicht weil sie von Menschen umgeben sei wie Frau Schmidt, ihrer Lehrerin. Die meckere im Winter, es sei zu kalt, und im Sommer, es sei zu warm. „Lasst uns nicht werden wie Frau Schmidt“, ruft sie, holt einen Fotoapparat hervor, bittet das Publikum, „Ameisenscheiße“ zu sagen, wodurch alle lächeln und sich zugleich der Titel ihrer Rede erschließt. Dann drückt sie ab.

Mich berührt ihre Offenheit, ohne dass ich im Einzelnen hätte sagen können, warum. Sebastian aber seziert die Form. Er lobt den Mitternachts-Countdown, mit dem sie ihre Rede einzählte und uns auf die Silvesterparty geführt habe. Dass sie sich dabei ein Ulkhütchen aufsetzte und später eine Kamera zückte – mit diesen Requisiten habe sie eine „Superverbindung“ zwischen Anfang und Ende geschaffen. Die Absicht der Rede, „mehr lächeln“, sei frühzeitig klar geworden, sie habe kurze Sätze benutzt, rhetorische Fragen gestellt, er habe beim Zuhören die ganze Zeit lächeln müssen. „Eine spitzentolle Performance.“ Dann kommt der kritische Teil. Er glaube, sie könne ihren Vortrag noch verbessern, wenn sie sich mehr Zeit ließe, sowohl mit den Requisiten als auch mit sich, indem sie ihre Nervosität kontrollieren, ruhig atmen und kleine Pausen machen würde. Alles in allem eine „wunderschöne Rede“, schon mit diesem Titel. „Natalia, du kannst uns lehren, öfter zu lächeln, indem du öfter eine Rede hältst.“

Ich könnte Karriere machen bei den Toastmasters, für zehn Euro Mitgliedsbeitrag pro Monat plus einer einmaligen Aufnahmegebühr. Nach zehn Reden entlang der Kapitel des Handbuchs würde ich ein Zertifikat und eine Anstecknadel als „Kompetenter Redner“ erhalten. Nach Durcharbeiten weiterer Handbücher, begleitenden Reden, Präsentationen und Betreuung von neuen Clubmitgliedern empfinge ich Auszeichnungen als „Fortgeschrittener Redner“ in Bronze, Silber und Gold. Parallel dürfte ich ein Handbuch für „Kompetente Führung“ mit Übungen zum Zuhören, Feedback geben, Zeitmanagement, Moderieren, Organisieren und Delegieren studieren, mich danach für die Abzeichen in Bronze und Silber für die „Fortgeschrittene Führungskraft“ und schließlich für den höchsten Titel, den „Ausgezeichneten Toastmaster“, bewerben, während ich Ämter als Bewerter, Füllwortzähler, Saalmeister, Schatzmeister, Moderator, Mentor, Vizepräsident für Weiterbildung oder Clubpräsident belegte, zwischendurch Kampagnen zur Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung oder einen Redewettbewerb auf Gebiets-, Bezirks- oder Distriktebene durchführte. Das alles wäre auch in einem englischsprachigen Club möglich, von denen es immerhin drei in Berlin gibt.

Im Moment allerdings bin ich nur Gast. Ich fiebere mit den Rednern, leide und lache mit. Höre anrührende und romantische, amüsante und lehrreiche Geschichten. Ein Polizist, der seit 16 Jahren mit jugendlichen Gewalttätern zu tun hat, verrät, mit welch listiger Verhörstrategie er Verdächtige weichkocht, bis sie die Wahrheit sagen. Eine Russin erzählt, wie sie sich in die deutsche Sprache verliebte, als ihr ein „junger Gott“ im zerwühlten Bett Franz Kafka vorlas und sie kein Wort verstand. Ein Kaufmann beichtet, wie er in jungen Jahren Bäuerinnen übers Ohr haute: Er pries eine neue Hühnerrasse als besonders legefreudig, indem er den Tieren gekaufte Eier unterschob.

Dreimal betrete ich die Bühne. Dreimal staune ich, was mir durch den Kopf rast. An „meinem ersten Arbeitstag im Institut“ soll ich auf einen nerdigen Scherz des IT-Technikers reagieren, den ich nicht verstehe. Blitzartig entscheidet sich mein Unbewusstes für Büro-Amok. Ich schütte „versehentlich“ Kaffee über die Tastatur, schubse den Rechner vom Tisch, wälze mich mit dem Techniker über den Boden. Und stammele 18-mal „äh“, wie mir der Füllwortzähler hinterher mitteilt. Beim zweiten Mal bekomme ich ein Stichwort, das ich doof finde. Erzähle was vom Pferd, aber das Pferd lahmt im Kreis. Beim dritten Mal gibt es wieder Scherzfragen: Dürfen in der unbemannten Raumfahrt Frauen mitfliegen? „Carsten, darf man eine Creme, die 19 Jahre jünger machen soll, mehrmals benutzen?“

Das finde ich lustig. Und das wiederum entspannt mich. Ich spreche über Risiken im Haushalt, da kenne ich mich aus. Zoome dann auf die unterschätzten Gefahren in Töpfen und Tiegeln im Badezimmer und berichte von einem Freund, der in seiner Gier besagte Creme mehrfach benutzte, bis er plötzlich in Windeln neben mir stand. Abermals patschte er in den Topf, hielt dabei meine Hand, weshalb ich mit ihm in den Minusbereich des Lebens rutschte, wo ich mich nun befände und – ich lasse meinen Blick durch die Runde schweifen – verblüfft sei, wie es dort aussehe.

Es war, wie Cordelia sagte: In meinem Kopf tauchten nach und nach Bilder auf, denen ich willig folgte. Der Applaus und die aufmerksamen, lächelnden Zuhörer taten gut. Ich hatte keine Angst.

Bei dem Vortrag, den ich damals vor Schwänen und Enten übte, ging es übrigens um Mutproben. Ich wollte andere inspirieren, Risiken einzugehen. Über das Thema hatte ich ein Buch geschrieben. Lassen sich daraus fünf bis sieben Vortragsminuten basteln? Wie würden die Toastmasters die wohl zerpflücken? ---