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Dafür haben wir ganz viele Regeln gemacht.

Die „Leichte Sprache“ * richtet sich vorwiegend an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen – vielleicht hat sie aber noch größeres Potenzial? Hier die Übersetzung des Faltblattes zum neuen Personalausweis des Bundesministeriums des Innern (Referat IT 4), in der zweiten, korrigierten Auflage vom August 2011.





Komponenten für die Online-Ausweisfunktion
Bei der gegenseitigen Authentisierung mit der Online-Ausweisfunktion weist ein Ausweisinhaber sich durch den Besitz des Ausweisdokuments und die Kenntnis einer PIN aus. (…) Was du mit dem Ausweis machen kannst
Mit dem Ausweis kannst du zeigen, wer du bist.
Dafür musst du deinen Ausweis zeigen.
Und deine geheime Nummer eingeben.
Sicherheitsmechanismen
Datenschutz und Datensicherheit sowie Zugriffsschutz und Authentizität im Zusammenhang mit den neuen Funktionen werden technisch durch geprüfte Protokolle und Verfahren gewährleistet. Persönliche Identitätsdaten können nur nach vorheriger Eingabe der 6-stelligen Geheimnummer (PIN) und mittels eines Berechtigungszertifikates des Diensteanbieters übermittelt werden. (…) Wie sicher der Ausweis ist
Wir wollen, dass der Ausweis sicher ist.
Dafür haben wir extra Regeln gemacht.
Die Regeln sagen:
Eine Firma darf nicht einfach so wissen, wer du bist.
Vorher musst du deine geheime Nummer eingeben.
Und die Firma muss eine Erlaubnis haben.
Infrastruktur
Die Nutzung der Online-Ausweisfunktion im E-Government und E-Business wird durch eine umfangreiche Infrastruktur ermöglicht. An der Public Key Infrastruktur (PKI), die z. B. für die Berechtigungs­zertifikate und das Sperrmanagement verantwortlich ist, sind eine Reihe von Behörden und Institutionen beteiligt. (…) Die Berechtigungszertifikate der Berechtigungs-PKI sind CV-Zertifikate (Card Verifiable Certificates) nach ISO 7816. Die Zertifikate für die qualifizierte elektronische Signatur sind X.509-Zertifikate. Wer alles am Ausweis mitarbeitet
Mit dem Ausweis kannst du neue Sachen machen.
Das hat uns viel Arbeit gemacht.
Damit alles funktioniert, arbeiten viele Leute mit.
Denn der neue Ausweis soll sicher sein.
Dafür haben wir ganz viele Regeln gemacht.
Und wir haben diese Regeln alle aufgeschrieben.
Und wir haben den Regeln komplizierte Namen gegeben.
Zum Beispiel: ISO 7816 oder X.509
Sperrmanagement
Um die missbräuchliche Nutzung gestohlener oder verloren gegangener Personalausweise zu verhindern, können diese gesperrt werden. Ein mögliches Tracking von einzelnen Ausweisen wird durch die Verwendung von spezifischen Sperrlisten für jeden Diensteanbieter verhindert. Die Ausweise übersenden demnach ein dienste- und kartenspezifisches Sperrmerkmal, das auf der Seite der Diensteanbieter gegen die individuelle Sperrliste ab­geglichen wird. Die zentrale Sperrliste, aus der die für Dienste­anbieter spezifischen Listen erzeugt werden, wird beim Bundesverwaltungsamt betrieben. Was passiert, wenn der Ausweis geklaut wird
Vielleicht verlierst du deinen Ausweis mal.
Oder dein Ausweis wird geklaut.
Vielleicht hat dann ein Fremder deinen Ausweis.
Dann musst du deinen Ausweis sperren lassen.
Dann schreiben wir deinen Ausweis auf eine große Liste.
Wir wissen dann: Dein Ausweis ist verloren oder geklaut.
Dann kann kein Fremder deinen Ausweis benutzen.
Dann kann kein Fremder Böses mit deinem Ausweis machen.
Denn dann weiß jede Firma, dass der Ausweis gesperrt ist.
Auf diese große Liste passen wir gut auf.
*Mehr zum Thema gibt es unter leichtesprache.org