Partner von
Partner von

leserbriefe@brandeins.de

brand eins 07/2017 Schwerpunkt: Wettbewerb

Thomas Oberhäuser via Facebook
Wettbewerb ist kein Allheilmittel. Wer nicht im Wettbewerb stehen will, sollte auch ganz normal leben können. Das ist aber im Kapitalismus nicht möglich. Alle werden zum Wettbewerb gezwungen – zum Beispiel durch den Vergleich von Schulnoten, Wettbewerb um eine Stelle und so weiter. Wir brauchen gesellschaftliche Ruhezonen, die den Menschen davon freistellen, sich mit anderen vergleichen zu müssen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde das erleichtern.


brand eins 07/2017 „Konkurrenzlos“

Gordon Gernand via Facebook
Und gleichzeitig haben die Menschen all die Tausende von Jahren nur überlebt, weil sie zusammengearbeitet und kooperiert haben (Pjotr Kropotkin, Richard Wilkinson). Verrückt, widersprüchlich? Oder verträgt sich das am Ende doch?

brand eins 07/2017 „Uber gegen Waldner“

Lutz Goebel, Krefeld
Bei Uber können Sie bei Aufruf sofort sehen, wo das Auto ist, was die Fahrt kostet; Sie können den Fahrer bewerten (Freundlichkeit, Ortskenntnisse etc.). Sie können sich beschweren, und Uber antwortet per E-Mail in weniger als 20 Minuten. Wenn der Fahrer mehrfach schlecht bewertet wird, kann er seine Lizenz verlieren. Schauen Sie sich das mal in Hamburg oder Düsseldorf an. Die Preise steigen bei Uber stark bei wenig Angebot und fallen wieder, wenn mehr Fahrer losfahren. Das ist alles viel kundenfreundlicher als unsere Taxis und auch preiswerter. Wie klug wäre es, wenn die Politik die Anforderungen an die Fahrer festschreibt und dann den Wettbewerb zulässt, statt Uber zu verbieten.

brand eins 07/2017 „Mehr Wettbewerb!“

Kai Springwald via Twitter
Beim Interview mit Fiona Scott Morton schlägt das Ökonomen-Herz höher.

brand eins 07/2017

libertinethedorf via Instagram

brand eins 06/2017 „Im goldenen Käfig“

Jörg Andreas, Dresden
Danke für den kritischen und gut recherchierten Artikel. Die Forschung zu Plattformen und Machtkonzentration gibt Ihnen recht. Den Einfluss „quasi-imperialer Interessen“ und politischer Machtzirkel sollten Sie allerdings nicht außer Acht lassen. Wie fänden Sie es, wenn der fiktive Investment-Arm des Bundesnachrichtendienstes ein deutsches Start-up finanzierte, welches globale Datenanalytik-Services für zahlungsfähige Konzernkunden oder den Polizeiapparat anböte? Eine solche Plattform bräuchte sich über lästigen Wettbewerb keine Gedanken zu machen. In den USA operiert eine solche Plattform. Sie heißt Palantir Technologies. Die Seed-Finanzierung kam 2005 von In-Q-Tel, dem Investment-Arm des CIA. Der Founders Fund von Peter Thiel führte 2010 die etwa 90 Millionen US-Dollar schwere Finanzierungsrunde an. Mein Resümee: Thiel hat völlig recht. Der clevere Venture-Kapitalist scheut den Wettbewerb wie der Teufel das Weihwasser. Die Frage ist nur: Möchten wir als Zivilgesellschaft solche Strukturen einer Unternehmensgenese wirklich haben?

brand eins 07/2017 „Gut Wind im Segel“

Jay Em via Facebook
Überbewertet! Wer knapp bei Kasse ist, der trampt und schläft im Zelt auf Sizilien, anstatt 500 Euro für einen Flug rauszuschmeißen, um dann last minute im Hotel für 444 Euro pro Woche mit Halbpension zu logieren. Verpackung ist alles. Andreas Berlin via Twitter
Jung und knapp bei Kasse waren wir ja alle mal. Oder zumindest die meisten von uns. Dass man damit Zielgruppe wird, ist ein schöner Ansatz.

Korrektur

In „Schach oder Go?“ (Heft 07/2017) zitieren wir auf Seite 83 aus einer Studie von Heidrick & Struggles: 90 Prozent der Vorstände, die jünger als 50 Jahre sind, haben keine Kinder. Einigen Lesern kam das seltsam vor – und tatsächlich ist die Studie da nicht korrekt. Bei richtiger Berechnung haben 97,7 Prozent der Vorstände Kinder.