Gegen Windmühlen

In Deutschland hängt Bildungserfolg besonders stark von der sozialen Herkunft ab. Aber können Schulen kompensieren, was Eltern versäumt haben? Oder müssen wir uns mit ungleichen Startchancen abfinden? Beobachtungen samt Rückblende in Berlin-Spandau.





• „Ich finde das extrem erschütternd.“ Peter Mosler kann kaum fassen, was sein Kollege da vor elf Jahren gesagt hat. Ein altgedienter und allseits respektierter Schulleiter, der damals von seiner Schule sprach wie von einem Übel: Er wäre nicht traurig, wenn es sie nicht mehr gäbe, wenn sie an Schülermangel zugrunde ginge, hatte Rainer Hasselmann erklärt. „Dann mache ich meine Schule eben zu.“ Auf dem Tisch vor Mosler liegt ein brand eins-Artikel mit Hasselmanns Aussagen, erschienen in der Juli-Ausgabe 2006, Überschrift: „Versunkene Investition“. Am Beispiel einer Grundschule, einer Hauptschule und einer Kindertagesstätte wurde darin das zähe Ringen um bessere Bildungschancen in einer klassischen Berliner Absteiger-Wohngegend beschrieben. Damals war das ein weiterer Beleg, dass Unterschichtskinder in Deutschland weit schlechtere Bildungschancen haben als Kinder aus der Mittelschicht – trotz weitgehend kostenfreier Bildung von der Kita bis zur Universität.

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„Bildung war immer die Währung“
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