Welche Technologien verändern die Welt?

Es ist schwer vorherzusagen, welche technischen Ansätze die Welt wirklich voranbringen. Das Massachusetts Institute of Technology, das World Economic Forum und die Technologieberatung Gartner geben dennoch jährlich ihre zehn Favoriten bekannt, die die Welt grundlegend verändern können.




Zellen

Optogenetik
Genetische Veränderung von Zellen mithilfe von Licht (z. B. zur Behandlung von Gehirnschäden)
Metabolic Engineering
Ermöglicht, petrochemische Produkte wie Plastik oder Kosmetika auf pflanzlicher Basis herzustellen

Zellen/Bits

Der Zell-Atlas
Die vollständige Katalogisierung aller 37,2 Billionen Zellen, aus denen der menschliche Körper besteht
Gelähmte heilen
Chip-Implantate für das Gehirn, die Lähmungen des Körpers überwinden
Bezahlen mithilfe von Gesichtserkennung
Komfortable Bezahlsysteme über Gesichtserkennung. In China sind diese bereits im Einsatz
Gen-Therapie 2.0
Neue Gen-Therapien mithilfe von künstlichen Viren, insbesondere für häufige Krankheiten wie Krebs und Herzkrankheiten
Organe auf Chips
Computer-Chips für die medizinische Forschung, die menschliche Organe simulieren

Bits

360-Grad-Selfie
360-Grad-Kameras zum sehr günstigen Preis. Dadurch verändern sich die Selbstdarstellung im Netz und die Fotografie insgesamt stark

Blockchain
Dezentrale und verschlüsselte Speicherung von Daten, auf die viele Menschen gleichzeitig Zugriff haben, sie aber nicht verändern können (z. B. bei Kryptowährungen wie Bitcoin) Offene intelligente Ökosysteme
Plattformen für Künstliche- Intelligenz-Anwendungen, die Geschäftsleben und Alltag steuern
Verstärkendes Lernen
Computer lernen durch Experimente, was ihnen kein Programmierer beibringen kann (z. B. Poker-Strategien oder unkonventionelle Ausweich- manöver selbstfahrender Autos)
KI und maschinelles Lernen
Automatisierung von menschlichen Entscheidungen mithilfe von Mustererkennung
Intelligente Apps
Anwendungen, die künstliche Intelligenz und Analyse großer Datenmengen in den Alltag und das Geschäftsleben bringen
Virtuelle Realität
Systeme, die die physische und die virtuelle Welt übereinanderblenden (z. B. auf Smartphones, Tablets oder mithilfe von digitalen Brillen
Spracherkennung
Computer, die menschliche Sprache „verstehen“ und Menschen, je nach Kontext, richtige /relevante Informationen zuspielen
Mesh-Anwendungen und Service-Architektur
Ermöglicht bessere IT-Dienste über verschiedene Endgeräte hinweg. Cloud-Computing ist ein wichtiges Element davon
Lernende Sicherheitssysteme
Neue Architektur von IT-Systemen, in die Sicherheitssysteme /-anwendungen flexibel integriert werden können (z. B. sichere Chips für selbstfahrende Autos)
Digitale Plattformen
Neue IT-Plattformen für das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und „conversational systems“

Bits/Dinge

Bot-Netze der Dinge
Hacker kapern viele schlecht gesicherte Geräte im Internet der Dinge (z. B. Smart-TVs) gleichzeitig. Mit deren gebündelter Rechenkraft starten sie dann große Cyberangriffe
Quanten-Computer
mit einem Vielfachen der Rechenleistung heutiger Supercomputer
Nanosensoren und das Internet der kleinen Dinge
Extrem kleine Sensoren, die in den menschlichen Körper implantiert oder in Material integriert werden. Miteinander verbunden, werden sie zum Internet der Nano-Dinge
Autonome Fahrzeuge
Selbstfahrende Autos versprechen mehr Sicherheit, Ressourceneffizienz und Unabhängigkeit (z. B. für Senioren, die nicht mehr selbst fahren können)
Autonome Lkw
Selbstfahrende Lastwagen, die zunächst auf Autobahnen Fahrer entlasten (oder ersetzen)
Digitaler Zwilling
Digitale Abbilder und Software-Modelle von physischen Dingen. In die digitalen Zwillinge fließen oft Informationen in Echtzeit ein
Intelligente Dinge
Roboter, Drohnen und selbstfahrende Autos, die (meist) im Internet der Dinge vernetzt sind

Dinge

Heiße Solarzellen
Neues Verfahren des MIT, das mithilfe eines Lichttrichters die Energie-Ausbeute herkömmlicher Solarzellen deutlich erhöht
Batterien der nächsten Generation
Deutlich höhere Akku-Speicherkapa-zitäten mithilfe neuer Verbindungen von Aluminium, Zink und Natrium
2D-Materialien
Werkstoffe, die nur eine Atom-Schicht dünn sind. Sie kommen bei Solarzellen, Halbleitern und Wasserfiltern zum Einsatz
Perowskit Solarzellen
Besonders günstige und effiziente Solarzellen mit einer besonderen Oberflächenstruktur (Perowskit-Struktur)