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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 03 /2016 Gekauft!

Frank Muschalle, Berlin
Dass Märkte Gespräche über immer komplexere und individualisierbarere Angebote sind, lesen wir seit 20 Jahren. Es ist aber nicht der Verkäufer, der das Gespräch verweigert. Viele Kunden leiden hierzulande unter einer unerklärlichen Hemmung zu sagen, was sie wollen. „Nein danke, ich schaue mich nur um“, sagen viele, auch wenn sie gerne kaufen würden. Aus diffuser Angst, sich angreifbar zu machen, sagen sie nicht, was sie wollen oder brauchen. Solche Kunden messen die Güte ihres Kaufs später nicht am Grad ihrer Bedarfserfüllung, sondern an dem Preis, den ihre Freunde und Bekannte für die gleiche Sache bezahlt haben. (Manche unzufriedene Kunden empfehlen ihre Käufe übrigens gerne weiter – damit sie nicht die einzigen Dummen bleiben. Auch das habe ich schon erlebt.) Daraus resultieren die hilflosen Verkaufsgespräche und daraus der schlechte Ruf des Verkäufers. Aber nur mit Gesprächen können sich Angebote und Märkte weiterentwickeln, statt im „Geiz ist geil“ zu enden.


brand eins 02 /2016 Aufwärts, abwärts, seitwärts

Uwe Burkart, Calw
Ihr Artikel über das Thema Karriere blendet mindestens 80 bis 90 Prozent der Arbeitnehmer vollkommen aus. Deren Arbeitsrealität im Handwerk, am Fließband, an der Bedientheke der Bäckerei, als Monteur, als Fahrer, als Lagerschichtarbeiter oder auch als simpler Sachbearbeiter hat mit dem Thema Karriere nichts zu tun. All die Überlegungen und Strategien, die angesprochen werden, sind nur schöne Ideen und Optionen, die nur innerhalb einer gut bezahlten oberen Schicht in den Betrieben und Firmen relevant sind. Auch wenn es ganz kurz anklang: „Wir sollten einfache Arbeit zumindest nicht stigmatisieren“ – genau das findet bei den selbstbezogenen Selbstverwirklichern auf der Karriereleiter statt und wird auch nicht durch die neuen Versprechen wie Industrie 4.0 oder ähnliche Schlagwörter ersetzt. Als Leser und Beobachter dieser Debatten kann man schon den Eindruck bekommen, dass alles von einem so hohen Niveau aus betrachtet wird, dass das rein Materielle logischerweise schon keine Rolle mehr spielt. Wie schön für diejenigen in der Hierarchie, für die das Thema wichtig ist, der Rest ist froh, wenn er zurechtkommt.

Facebook-Reaktionen

brand eins 03/2016 Gekauft!

Leander Wolf
Letztendlich geht es beim Verkauf darum zu helfen – wenn jemand übers Ohr gehauen wird, wird ihm nichts verkauft, dann wird er ganz einfach betrogen. Jan Krause
Nun ja. Da gibt es eine ganz große Grauzone, in der es sich einige bequem machen. Sergej Scheid
„Verkaufen heißt, den Kunden so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungsenergie als Nestwärme empfindet.“

brand eins 03/2016 Prolog

Martina Hoss
Schwerter zu Pflugscharen und Pfefferspray zu Grillgewürz. Ich bin gespannt auf weitere gute Vorschläge, wie man aus Wehrtechnik Haushaltstechnik machen kann. Jose Laro
Ausgezeichnet! Die ungeahnten Überraschungen unbewusster Zweckentfremdung.

brand eins 03/2016 Ein guter Deal

Sabine Sprotte
Sehr spannender Artikel. Ich hätte solche Möglichkeiten früher ausgeschlossen; auch aus dem Unwissen, wie so etwas funktionieren kann. Fühle mich jetzt ein wenig aufgeklärter. Sebastian Nagel
Die, die dieser schönen Auffassung sind, können sich auch gerne vom Rest des Staates abmelden – Krankenversicherung, Rettungsdienste, Sozialhilfe. Selbst ist der autonome Junkie! Ronny Ebest
Warum sollten kommerzielle Regeln denn auch nur im Google-Web gelten? Vertrauen ist halt überall wichtig. Das war schon so, als man Gras noch vom Kumpel eines Kumpels geordert hat.

brand eins 03/2016 „Eine historische Chance!“

Julian Prinzing
Das Interview mit Albert Wenger ist brillant. Was für ein intelligenter Mensch!