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brand eins 12/2015 Voll auf Empfang

Michael Kunze, Dresden
Ins Schwarze! Den Beitrag hätte ich genau so selbst schreiben können, auch wenn mein Smartphone noch heil ist. Ansonsten: Alle geschilderten Situationen und Gedanken habe ich so selbst schon erlebt. Wie aber damit umgehen?


brand eins 12/2015 Voll im Soll

Martin Krause, Berlin
Interessiert habe ich Ihren Artikel über Windeln.de gelesen. Sie schreiben, dass das Unternehmen nur noch 45 Prozent seines Umsatzes mit Babynahrung usw. erwirtschaftet (was eine dolle Leistung wäre). Einige Zeilen später schreiben Sie jedoch, dass das Unternehmen gut die Hälfte seines Umsatzes mit Babymilchpulver in China macht? Wie passt das zusammen? (Anm. der Redaktion: Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Märkte – in Deutschland erwirtschaftet Windeln.de nur noch 45 Prozent seines Umsatzes mit Babynahrung; in China gut die Hälfte mit Babynahrung. Das hätten wir deutlicher machen sollen.)

brand eins 11/2015 Die resistente Industrie

Stephan Quentin, Potsdam
Schade, dass dieser ansonsten sehr anregende Artikel mit einer wahrscheinlich falschen, sicherlich aber unbeweisbaren Behauptung beginnt: dass wir Antibiotika 20 Jahre zusätzlicher Lebenszeit verdanken. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Lebenserwartung stetig angestiegen, zunächst in den Ländern der industriellen Revolution, seit Längerem weltweit. Als wesentlichster Faktor gelten die dramatisch verbesserten Lebensbedingungen (Hygiene, Ernährung, Armutsbekämpfung, Bildung, sichere Arbeitsbedingungen), also soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren. Auch wenn Antibiotika ohne Zweifel eine wichtige Rolle in der Bekämpfung wichtiger Todesursachen hatten und haben (Tuberkulose, Atemwegserkrankungen etc.), dürfte ihr Anteil an der Erhöhung der statistischen Lebenserwartung sehr viel geringer sein als etwa der von Impfungen. Die Überschätzung des Beitrages der modernen Medizin zur Steigerung der Lebenserwartung ist ein häufiger, auch gern von Medizinern begangener Fehler.

brand eins 12/2015 Schwerpunkt Geschwindigkeit

Göddy Ziepen
Kommt ein Mann in ein Spielzeuggeschäft: Ich hätte gern ein Geduldspiel, aber zack, zack!

brand eins 12/2015 Richtgeschwindigkeit

Why we work
Geschwindigkeit lässt Veränderungen spürbar werden. Veränderungen gegenüber sind wir aber in der Regel erst einmal skeptisch eingestellt, manchmal machen sie auch Angst – je schneller sie ablaufen, desto mehr. Tom Texter, Thomas Trautmann
Geschwindigkeit = Fortschritt im Sinne von „Wir bewegen uns“! Bewegung für Körper und Geist motiviert und regt kreative Prozesse an. Sobald allerdings besonders „Zickzackige“ kreuz und quer dazwischenfunken, ist der Geschwindigkeitsfrust vorprogrammiert.

brand eins 12/2015 Voll auf Empfang

Tom Gröhlich
Den Effekt, wenn bei Computern das Betriebssystem so stark damit beschäftigt ist, sich selbst zu verwalten, dass es keine Zeit mehr hat, andere Aufgaben zu erledigen, nennt man übrigens Thrashing. Scheint so, dass es das bei Menschen auch gibt.

brand eins 12/2015 Geschwindigkeit in Zahlen: Stau + Bahn

Arne van der Meer
Tja, ich würde schätzen, dass ich als einigermaßen optimierender Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs trotzdem noch jeden Arbeitstag mindestens 30 Minuten damit verbringe, auf meine Verkehrsmittel zu warten. (Die Zeiten, die ich zu Fuß unterwegs bin, nicht mitgerechnet). Bei ca. 20 Arbeitstagen im Monat, abzüglich eines Monats Urlaub, bin ich da bei 110 Stunden Wartezeit. Da kommen mir 30 Stunden im Stau gar nicht so schlecht vor. Frank Weitendorf
Von 1994 bis 2015 – 17 Minuten mehr Fahrzeit, um ein gutes Buch zu lesen! Das nenne ich mal ein Gewinn. Oliver Busch Dafür: 1994 Preis Hin- und Rückfahrt 108 D-Mark. 2015 Preis Hinund Rückfahrt 125 €.