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Raum für Visionen

Die Regierung in Namibia hat sich viel vorgenommen. Eindrücke aus einem Land mit großen Plänen.





• Einst saß er hoch zu Ross auf einem Hügel über der Stadt, seinen Blick weit über das unterworfene Land gerichtet. Bei der Einweihung des Denkmals hatte der deutsche Gouverneur im Januar 1912 geprahlt: „Der eherne Reiter (…) verkündet der Welt, dass wir hier die Herren sind und bleiben werden.“ Drei Jahre später waren die ehrgeizigen Pläne Geschichte.

Heute steht der Kavallerist der deutschen „Schutztruppe“, vom Sockel geholt und mit Stangen gestützt, im Hinterhof eines Museums. Seinen Platz über der Hauptstadt Windhoek hat die in Nordkorea gefertigte Bronzestatue des Gründungspräsidenten Sam Nujoma eingenommen: Der blickt ebenso selbstbewusst in die Gegend wie sein Vorgänger.

Könnte der deutsche Reiter noch heute über Windhoek schauen, gefiele ihm der Anblick wohl. Das verschlafene Kolonialdorf hat sich zu einer modernen Stadt gemausert – mit neuen Vierteln, Reihenhaussiedlungen und Shopping Malls, so weit das Auge reicht. Trotz seiner lediglich knapp 400 000 Einwohner dehnt Windhoek sich derzeit zu einer der flächenmäßig größten Städte der Erde aus – wofür vor allem die Eingemeindung weit entfernter Satellitensiedlungen und des mehr als 40 Kilometer außerhalb der Stadt gelegenen internationalen Flughafens verantwortlich ist. Die seit Namibias Unabhängigkeit von südafrikanischer Fremdherrschaft vor 25 Jahren regierende Südwestafrikanische Volksorganisation (Swapo) versucht aus Windhoek eine moderne Metropole zu machen – und träumt davon, dass Namibia bald wie die Heimat der einstigen europäischen Kolonialherren aussieht.

Der Master-Planer

Willem Goeiemann sitzt in einem Restaurant des brandneuen Einkaufszentrums Groove Mall und bestellt Fish ’n’ Chips. Seine Visitenkarte weist ihn als „Chief: National Development Advice and Head of Monitoring, Evaluation and Development Partners Coordination Department“ aus – man kann ihn aber auch kurz einen der Direktoren der namibischen Planungskommission nennen. „Wir haben uns vorgenommen, in 15 Jahren auf dem Stand westlicher Industrienationen angekommen zu sein“, sagt Goeiemann. „Wir wollen in der höchsten Liga spielen.“

Außerhalb Namibias wird von dem am Südwestrand Afrikas gelegenen Staat höchstens in Reisebüros gesprochen. Das sonnige Land verfügt über die höchsten Sanddünen der Welt und Felsformationen von bizarrer Schönheit – aber lediglich über 2,2 Millionen Einwohner, die gerade einmal 30 Prozent des saarländischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften.

Wenig von einem Land zu hören ist in Afrika allerdings ein gutes Zeichen. Bedeutet es doch, dass in dem Staat weder ein Bürgerkrieg tobt noch eine Hungersnot wütet. Tatsächlich sind sich die Namibier zumindest in ihrer Dankbarkeit darüber einig, dass sie seit ihrer Unabhängigkeit in Frieden leben. Wer hier Schüsse hört, kann sicher sein, dass sie aus dem Jagdgewehr eines gut bezahlenden Touristen stammen. Auch wenn es zwischen den verschiedenen Volksgruppen – den Ovambo, Herero, Nama, Damara, Himba und San – Spannungen gibt, ist es der sich auf das Mehrheitsvolk der Ovambo stützenden Swapo gelungen, aus ihrer Dominanz zumindest keinen Casus Belli zu machen.

Dabei hilft, dass sich die Partei als eine unentwegt um die Entwicklung des Kleinstaats bemühte Kadertruppe präsentiert. Der scheidende Präsident Hifikepunye Pohamba wurde jüngst sogar mit dem prestigereichen Mo-Ibrahim-Preis für vorbildliche afrikanische Staatschefs geehrt. Seine Regierung nehme das Planen so ernst wie keine andere Disziplin, sagt Willem Goeiemann. Das drücke sich schon darin aus, dass seine Kommission derzeit zu einem vollwertigen Ministerium ausgebaut werde – eigentlich sogar zu einer Art Überministerium. Anders als europäische Nationen, in denen es nur noch darum gehe, das bereits Erreichte zu sichern, gebe es in Entwicklungsländern wie Namibia noch Raum für Visionen. „Wir haben viel vor uns.“

Die Kommission von Goeiemann – der früher bei einem in Deutschland ansässigen internationalen Beratungsunternehmen tätig war – arbeitet alle fünf Jahre einen „Nationalen Entwicklungsplan“ aus, dessen jüngste Auflage auf 133 Seiten festschreibt, wohin die Reise bis zum Jahr 2017 gehen soll. Es ist von Wirtschaftswachstum, Armutsbekämpfung, einer Bildungsoffensive und Nachhaltigkeit die Rede. Und als sei das noch nicht genug, ordnete der Gründungspräsident Nujoma nach einem Besuch im planungsbesessenen Malaysia Anfang des Jahrhunderts noch die Ausarbeitung einer „Vision 2030“ an. Sie soll die Fünfjahrespläne in einen noch größeren Zusammenhang stellen.

Selma Kandjimwena hat von all dem noch nie etwas gehört. Die 38-Jährige verkauft in einer Kneipe in einem Armenviertel gekochte Hühnerteile, um sich und ihre beiden Töchter über Wasser zu halten. Der Lebenstraum der vor 16 Jahren aus dem ländlichen Norden in die Hauptstadt gezogenen Tochter eines Kleinbauern ist es, einen Kiosk zu eröffnen. Doch von den umgerechnet 500 Euro, die sie dafür braucht, konnte sie bislang noch keinen Cent auf die hohe Kante legen. Die Frau gehört zur Volksgruppe der Ovambo und lässt auf die Swapo-Partei nichts kommen, die ihre Heimat von der weißen Vorherrschaft befreit hat. Doch wenn man sie fragt, wie ihr die Regierung bislang zu Hilfe kam, zuckt sie die Schultern.

Der Stadtentwickler

Faniel Maanda arbeitet im achten, dem obersten Stockwerk des Windhoeker Bürgermeisteramts – was zeigt, wie wichtig seine Tätigkeit als Stadtplaner genommen wird. Seine Aufgabe ist es, die von den Deutschen begonnene und von den Südafrikanern zur Zeit der Apartheid erweiterte Stadt von ihrer rassistischen Vergangenheit zu befreien. Noch heute sind die Welten für jeden sichtbar getrennt: Hier die einst Weißen vorbehaltenen Villenviertel, dort das für Mischlinge reservierte Khomasdal und schließlich, hinter einem Hügel im Norden versteckt, das schwarze Viertel Katutura. Sein Name bedeutet „der Ort, an dem wir nicht wohnen wollen“.

Windhoeks Gegensätze sind in jüngster Zeit sogar noch stärker geworden. Im Viertel Auasblick werden Villen errichtet, die selbst an der Hamburger Elbchaussee für Aufsehen sorgten – nur dass ihre Eigentümer inzwischen nicht mehr ausschließlich heller, sondern auch dunkler Hautfarbe seien, wie Maanda versichert. Dort lebt unter anderen die in den vergangenen 25 Jahren entstandene schwarze Elite. Nicht weit davon entfernt wird die Kleine Kuppe von immer mehr Siedlungen für die wachsende Mittelschicht überzogen. Von dort erstrecken sich zahlreiche neue Wohngebiete in absteigender Werteskala in Richtung Katutura. Bis schließlich nur noch Wellblechhütten auszumachen sind.

In Windhoeks Slums treffen Monat für Monat 2000 Zuwanderer ein, vor allem bettelarme Landbewohner. Sie besitzen nicht viel mehr als ihre Arbeitskraft, die sie in der Regel erfolglos anbieten. Namibia hat eine offizielle Arbeitslosenquote von mehr als 30 Prozent. Die Slumbewohner können sich höchstens ein paar gebrauchte Wellblechbahnen leisten, die sie zusammengenagelt in den Hinterhof eines schon bestehenden Häuschens oder auf ein brachliegendes Stück Land stellen.

Bis in zwei Jahren, schreibt der 4. Nationale Entwicklungsplan vor, sollen 60 Prozent aller Namibier in modernen Häusern mit Strom- und Wasseranschluss leben – ein, wie schon jetzt feststeht, aussichtsloses Unterfangen. Mit verschiedenen Initiativen versucht das Wohnungsministerium, der Krise Herr zu werden. So sollen die Armen mit Baumaterialien versorgt werden, damit sie sich selbst helfen können. Doch die zur Verfügung gestellten Mittel reichen nicht aus. Tausende warten seit Jahren auf Material und darauf, dass ihre Grundstücke ans Strom- und Wassernetz angeschlossen werden.

Der Planer Maanda ist sich dessen bewusst. „Entweder die Regierung muss Milliarden Namibia-Dollar für staatliche Wohnungsbauprogramme ausgeben, die sie nicht hat. Oder die Leute brauchen Jobs, um sich eigene Wohnungen leisten zu können.“

Der Jobbeschaffer

Calle Schlettwein ist ein ruhiger, rundlicher Weißer mit ergrautem Vollbart, der bis vor Kurzem als Minister für Handel und Industrie im Kabinett saß. Ende März wurde er zum Finanzminister ernannt. Der Enkel eines vor 120 Jahren als landwirtschaftlicher Oberinspektor von der Deutschen Kolonialgesellschaft nach Afrika entsandten Mecklenburgers überreicht seinen Besuchern eine Hochglanzbroschüre mit dem Titel: „Wachstum zu Hause. Namibias Strategie für Industrialisierung.“ Auf ihrem Cover ist eine Metropole abgebildet, die mit ihren durch Bildbearbeitungsprogramme geschönten Wolkenkratzern und mehrstöckigen Schnellstraßentrassen wie Singapurs kleiner Bruder aussieht. Soll man sich so das künftige Windhoek vorstellen? „Es ist gewiss ein wenig übertrieben“, sagt der Minister. „Aber es entspricht dem, wovon die Leute hier träumen.“

Wenn mit „den Leuten“ die Regierung gemeint ist, stimmt das auf jeden Fall. Im Vorwort zur Vision 2030 verkündet Gründungspräsident Nujoma, Namibia solle bis zum besagten Jahr „auf demselben Niveau“ wie die Industrienationen angekommen sein. Die Pläne des Industrieministeriums sehen vor, wie dieses Ziel zu erreichen ist: Durch eine stark forcierte Industrialisierung. Mindestens 50 Prozent des BIP sollen bis in fünf Jahren im Industrie- und Dienstleistungs-Sektor erzeugt, fast 10 000 Jobs und 30 Industrieparks geschaffen werden. Wer das Land mit seinen endlosen freien Flächen, verschlafenen Dörfern und Schaffarmen kennt, staunt. Ist ein namibischer Industrieminister ernster zu nehmen als ein Luxemburger Flottillenadmiral?

Schlettwein lacht. Mit solchen Missverständnissen werde er häufig konfrontiert. Als ob Namibia nur aus ein paar in den Wüstensand gesteckten Grenzpfählen bestünde. In Wahrheit würden vor der Atlantikküste die leckersten Fische gefangen, im Sand der Namib-Wüste die edelsten Diamanten gefunden und auf den Plantagen des sonnenverwöhnten Landes die feinsten Datteln geerntet. Nur dass diese Schätze vor allem von spanischen Fischereiflottenbesitzern, dem Diamantenmonopolisten De Beers und südafrikanischen Lebensmittelfabrikanten ausgebeutet worden seien: „Wir haben stets nur andere reich gemacht.“

Künftig aber sollen Investoren für Fischverarbeitungsfabriken, Diamantenschleifereien und Schmuckhersteller ins Land gelockt werden – und wenn das nicht durch bloße Überzeugungskraft gelinge, dann müsse eben mit anderen Mitteln nachgeholfen werden, sagt der Swapo-Mann. Etwa indem nur jene Fischereiflottenbesitzer Lizenzen erhielten, die ihren Fang in Namibia verarbeiten oder zumindest verpacken ließen. Ob dieser Plan aufgeht, ist ungewiss: Große Erfolge kann Schlettwein noch nicht vorweisen.

Manche zweifeln grundsätzlich daran, dass diese Strategie die richtige ist, in Zeiten, in denen weltweit viele Länder um Investitionen buhlen. Mit Industrieansiedlungen sei im abgelegenen Kleinstaat mit seinen Minimärkten nun mal kein Blumentopf zu gewinnen, sagt etwa Tangeni Amupadhi, Chefredakteur der unabhängigen Tageszeitung »The Namibian«. Das habe nicht zuletzt der gigantische Flop des malaysischen Textilkonzerns Ramatex gezeigt. Von dessen Versprechen, in Windhoek Tausende Arbeitsplätze zu schaffen, sind am Rand von Otjomuise lediglich sechs riesige leer stehende Hallen übrig geblieben. Er fragt sich, warum Namibia nicht lieber auf den Tourismus setzt: „Jeder Besucher ist von unserem Land so begeistert, dass er unbedingt wiederkommen will.“

Ja, ja, er kenne sie gut, die Träumer von den Abenteuerparks im Wüstensand und den kollektiven Bastkorbflechtereien, entgegnet Schlettwein. In der Regel kämen derartige Vorschläge aus Europa. Von vermeintlich wohlmeinenden Schwärmern, die Afrika als riesigen Nationalpark für ihre eigenen Erholungsbedürfnisse betrachteten. Sie sollten lieber die Wünsche der einheimischen Bevölkerung studieren, empfiehlt der Minister. Dann würden sie schnell feststellen, dass auch Namibier vor allem Kühlschränke, Herde und Automobile wollen. „Wenn man die Leute hier die Augen schließen und von der Zukunft träumen lässt, dann sehen sie Wolkenkratzer oder Mercedes-Werke und keine Korbflechtereien oder Touristencamps.“

Der Ökonom

Eingezwängt zwischen Bücher- und Papierstapeln sitzt Phanuel Kaapama in seinem Zimmer in der Universität von Namibia. Der Wirtschaftsprofessor bezweifelt, dass die Planer tatsächlich die Bevölkerung befragt haben, bevor sie ihre ehrgeizigen Ziele festlegten. Er selbst sei bei der Ausarbeitung der Vision 2030 in seiner Eigenschaft als Entwicklungsökonom zwar kontaktiert worden. Doch von seinem Input könne er in dem fertigen Werk nicht viel ausmachen. Dabei habe er weder an den Plänen etwas auszusetzen noch an einer realistischen und nachhaltigen Industrialisierung. Nur dass man sich am Lebensstandard der Bevölkerung in den Industrienationen orientiere, halte er für problematisch.

„Diese Staaten haben für ihre Entwicklung zahlreiche Kriege geführt und andere Länder, vor allem afrikanische, ausgebeutet“, sagt der Professor. „Sollen wir etwa dasselbe tun?“ Ohnehin könne schon aus ökologischen Gründen nicht die ganze Menschheit Europa nacheifern. „Wir müssen uns schon etwas anderes einfallen lassen.“

Als geeignetere Orientierungswerte kann sich der Wissenschaftler die in den Millenniumszielen der Vereinten Nationen formulierten Kriterien vorstellen: den Kampf gegen die Armut, die Reduzierung der Kindersterblichkeit, die Steigerung der Alphabetisierungsrate etwa. Das Bruttoinlandsprodukt sei als Maßstab dagegen mit Vorsicht zu genießen, weil es Fortschritt rein materiell definiere. Und dass die Vision 2030 als eines ihrer wichtigsten Ziele die Aufnahme Namibias in den Club der Staaten mit hohem Einkommen bezeichne, sei ein „Armutszeugnis“, sagt der Wissenschaftler. Wenn nämlich der Gini-Koeffizient noch weiter steige, sei damit nichts erreicht. Der Faktor drückt die Einkommensverteilung in einem Staat aus. Bei 0 haben alle dasselbe, bei 1 hat einer alles und der Rest nichts. Mit rund 0,6 ist Namibias Gini-Koeffizient einer der höchsten der Welt.

Die wahren Macher

Lourensia und Collin Katjitae sitzen im Büro über ihrer Apotheke im Herzen Windhoeks. Das Ehepaar hat die Visionen der Regierung einem Realitätstest unterzogen. Als Lourensia Katjitae während ihres Pharmaziestudiums vor mehreren Jahren hörte, dass in Namibia der Aufbau einer einheimischen Industrie zur Herstellung von Medikamenten gefördert werden solle, setzte sie noch ein Studium der Arzneimittelherstellung in Australien drauf. Ihr Mann bereitete sich unterdessen mit einem Betriebswirtschaftsstudium auf ihr künftiges Unternehmen vor. Das dann nie gegründet wurde.

Denn zurück in Windhoek stellten die beiden schnell fest, dass es die Regierung mit ihren Plänen offenbar doch nicht so ernst gemeint hatte. Politisch bestens vernetzte Geschäftsleute wehrten sich nämlich mit allen Mitteln dagegen, dass ihr lukratives Geschäft – die Einfuhr überteuerter Arzneimittel aus Südafrika – zu einem Ende kommen könnte. „Wäre das Spiel fair gewesen, und hätten wir ein bisschen Unterstützung von der Regierung bekommen, hätten wir mit Sicherheit etwas auf die Beine gestellt“, sagt Collin Katjitae.

Nun gehören die beiden zu jenen Menschen, die nicht unbedingt eine Regierung brauchen, um ihre Pläne zu verfolgen. Wann immer sie in andere Länder reisten, kämen sie mit zahllosen Ideen zurück, was sie in ihrer Heimat Neues machen könnten, berichtet Lourensia Katjitae. Vor einigen Jahren etwa die Idee eines „Kulturdorfs“, in dem Touristen die Lebensweisen der verschiedenen namibischen Völker erleben sollten. Die Verwaltung der Provinzhauptstadt Okahandja habe versprochen, den Vorschlag zu prüfen.

Doch dann hätten Verwandte eines Stadtrats wenige Wochen später ihr eigenes Kulturdorf eröffnet – offenbar ein Fall von Ideenklau. „Unser Problem ist, dass wir uns weigern, Schmiergelder zu zahlen“, sagt Collin Katjitae. „Und dass wir obendrein auch noch Herero sind.“ Die Angehörigen des zentralnamibischen Volkes waren einst so zahlreich und mächtig wie die Ovambo. Bis die deutschen „Schutztruppen“ im ersten Völkermord des vergangenen Jahrhunderts rund 80 000 der 95 000 Herero ermordeten.

Auch von ihrer zweiten Schlappe ließen sich die Unternehmer nicht beirren. Ihr nächstes Projekt war der Aufbau eines kleinen Privatkrankenhauses in ihrer Heimatstadt Okakarara – es wird in Kürze eröffnet. Für ihr jüngstes Vorhaben nahmen die Katjitaes weder staatliche Anregung noch Hilfe in Anspruch. „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt“, sagt Collin Katjitae. Auch künftig will das Ehepaar mit den Plänen der Regierung so wenig wie möglich zu tun haben. „Wenn die Leute hier Vision 2030 hören“, spottet Lourensia Katjitae, „dann lachen doch alle nur.“ ---