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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 11 /2014 Schwerpunkt Scheitern

Michael Mayer, Oettingen
Bei Bewerbungsgesprächen für entsprechende Positionen in unserem Hause ist es bei mir Pflicht, nach dem Scheitern zu fragen. Einem Menschen, der von sich behauptet, noch nie gescheitert zu sein, begegne ich mit äußerstem Misstrauen. Scheitern ist für mich ein ganz wesentlicher Baustein in der Persönlichkeitsentwicklung und der menschlichen Reife. Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass es Menschen gibt, denen noch nie etwas misslungen ist. Die Gefahr lauert dann in einer offensichtlich nicht vorhandenen realistischen Selbstwahrnehmung oder der Fähigkeit zur Selbstkritik. Das ist gefährlich! Bei Scheitern oder Fehlern interessieren mich zunächst die Beweggründe für Entscheidungen; es gibt ja kaum einen Menschen, der absichtlich Fehler macht, es sei denn, es handelt sich um Sabotage. Über die Beweggründe erfährt man, wie es zu einer Fehlentscheidung kam, und kann dann anschließend gezielt daran arbeiten. Oftmals ist es schlichter Informationsmangel, den es zu beseitigen gilt. Oder eben mangelnde Erfahrung, und die kann man nicht kaufen.


Wie hat es unser leider verstorbener Senior so schön zusammengefasst? „Ich habe Fehler gemacht. Meine braucht ihr nicht zu wiederholen, macht bitte eure eigenen!“

brand eins 11 /2014 Papier ist geduldig

Nicolas Behrens, Hamburg
Die Steuereinnahmen von 1993 und 2013 ohne Inflationsbereinigung zu vergleichen ist schwach. Sieht spektakulär aus, aber wahrscheinlich haben wir in der Nachkriegsgeschichte Dutzende Jahre mit „Rekordeinnahmen“. Ich bitte um einen sensiblen Umgang mit Statistiken.

(Anm. der Red.: Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt und liegen inflationsbereinigt nicht vor. Da der herangezogene Zeitraum nicht so groß ist, haben wir uns entschieden, die offiziellen Zahlen zu verwenden.)

brand eins 11 /2014 Im Schatten der Vergangenheit

Gabriel Lauchard, Ferlach /Kärnten
Habe mit Freude den Bericht über Venetien gelesen – brand eins ist das beste und niveauvollste (Wirtschafts-)Magazin, das ich kenne!

Facebook-Reaktionen

brand eins 12/2014 Die Geschmacksfrage

Andrew Whiteside
Genuss und Lebensfreude als Sünde? Statt uns gegenüber dem Leben nur abzuhärten, sollten wir auch die magischen und poetischen Aspekte des Lebens erzeugen und wahrnehmen dürfen. Ob ein Glas Wein allein, ein Picknick unter einem Riesenbaum mit Familie und Freunden oder schweigend in der Nacht zu den Sternen schauen – es geht nicht nur um einen maßvollen Umgang mit dem Leben, sondern darum, innere Kräfte zu stärken und dadurch neue Horizonte zu eröffnen. Matthias Rincón
Genuss ist Kultur. Basta. Andreas Ohm
Für wen lohnt es sich, ein nach Reinheits-, Korrektheits-, Gesundheits-, Sicherheitsgeboten und -verboten standardisiertes Leben zu führen? Die Menschen werden ständig in puncto Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und anderen Dingen in Panik versetzt, und werden dadurch immer folgsamer, immer wehrloser gegenüber „Bedrohungen“. Ist es nicht erstaunlich, was wir uns gegenwärtig alles gefallen lassen? Der Wunsch nach einem intensiven Leben wird von dem Begehren abgelöst, möglichst unversehrt zu sterben. Wir mäßigen uns maßlos! Am My
Genuss mit Maßlosigkeit zu assoziieren halte ich für falsch. Ich genieße maßvoll alles, was schmeckt. Ein Riegel Schokolade ist nicht leckerer, weil man noch einen isst. Helge Thomas
Doch!
 Sigrid Hofmaier
Nein.
 Doina C. Sor
Genau! Gerold Laschober
Mir schmeckt auch der zweite Schokoriegel.
 Frollein Schneck
Mag schon sein, aber das permanente Mitzählen und Nachrechnen macht den Schokoriegel auch nicht leckerer. Susanne Richter
Wer nicht genießt, wird ungenießbar.
 Kris Tina La
Das Problem ist vielmehr, dass wir das, was wir Genuss nennen, jeden Tag und für wenig Geld haben wollen.