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brand eins 01/2015 Schwerpunkt Selbstbestimmung

Michael Müller, Willich
Selbstbestimmung also als Abgrenzung zur Fremdbestimmung. Klingt logisch, sein eigenes Ding machen also. Aber was ist das eigene Ding? Wie kommt man darauf? Wo kommt das her? Aus dem Bauch, dem Kopf oder aus dem Universum? Ist das Naheliegende richtig? Woran erkenne ich das? In Zeiten von Verhaltensökonomie, Kahneman & Co., Neurowissenschaft usw. ist doch eigentlich klar, dass die Hauptaufgabe darin besteht, überhaupt eine genaue Idee davon zu entwickeln, was das Selbst – da oben auf Stufe fünf von Maslow – eigentlich will. Dann ist der Weg zur Abgrenzung von anderen auch übrigens gar nicht mehr weit.


Erziehung, soziale Prägung, Hunderttausende (recht willkürlich) interpretierter Erfahrungen – all das fließt ein. Und meist nicht mal wirklich bewusst. Was ist zu tun? Wie kommt man auf eine gute Idee für das eigene Selbst? Ein paar Beiträge aus dieser Perspektive hätten das Heft rund gemacht. Aber vielleicht gibt’s ja bald noch eine Ausgabe „Ich“.

brand eins 01/2015 Editorial

Manfred Mauser, per E-Mail
In Ihrem Vorwort zur Januar-Ausgabe taucht – wie in vielen anderen Publikationen – der Begriff „alternde Gesellschaft“ auf.

Ich würde es vorziehen, Teil einer „Gesellschaft von Langlebigen“ zu sein. In dieser Formulierung steckt die Aufforderung, den medizinischen Fortschritt in gesellschaftliche Weiterentwicklung umzusetzen, anstatt tatenlos zu klagen.

brand eins 01/2015 Gute Frage: Ist Deutschland schuld?

Götz Dyckerhoff, per E-Mail
Es war eine mutige und richtige Politik, auch von den Gewerkschaften, den hohen Lohnstückkosten zu Beginn des Jahrtausends entgegenzuwirken. In den anderen Ländern wurde weiter das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Solche Schwankungen sind wohl nur durch eine abgestimmte Wirtschaftspolitik im Euro-Raum einzudämmen. 2014 und 2015 wird es in Deutschland Lohnerhöhungen weit über der Inflation geben. Insofern ist die Entwicklung richtig. Die Frage der Schuld? Für mich unentschieden, oder korrekter: Alle Länder haben sich durch opportunistische und zu kurzfristige Politik schuldig gemacht. Viele sprechen von aufgezwungenen Sparplänen. Aufgezwungen sollten nur Reformen werden, um danach Investitionen anzukurbeln. Ich war ein Jahr in Italien für ein Unternehmen zuständig. Was ich dort an Kündigungsschutz erlebt habe, kann ich nur als Kabarett wiedergeben.

brand eins 01/2015 Das geht nicht: Die 395-Euro-Falle

Andrea Brüske, Dortmund
Als Solo-Unternehmerin, die sich nach Jahren im Angestelltenjob entschlossen hat, selbstständig zu sein, kann ich Ihre Ausführungen nur bekräftigen. Schuften für die Krankenkasse: Obwohl ich monatlich mehr Beitrag abführe als mein angestellter Ehemann, werden von mir dann auch noch jährliche Einkommensnachweise eingefordert. Und als ich zu Beginn der Selbstständigkeit um Reduzierung der Beiträge bat, wurde ich erst einmal nach dem Einkommen meines Mannes befragt. Merkwürdig, denn in der Familienversicherung bin ich ja nicht mehr. Doch plötzlich zählt das Einkommen meines Mannes, der seine Krankenkassenbeiträge bereits über sein Gehalt abführt.

Bei der Alterssicherung bzw. den Anforderungen der Rentenkasse sind ähnliche Belastungen zu bewältigen. Es gehört schon viel Mut, Energie und Optimismus dazu, ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Für mich trotz allem der richtige Weg.

brand eins 01/2015 „Wir sind immer abhängig“

Peter Mitmasser, Neudorf / Österreich
Das Thema reduziert sich auf ein paar Fragen: Sollen Staat und Kirche noch am Tor zur Ewigkeit über die Bürger bestimmen? Oder sie selbstbestimmt entscheiden lassen, wie sie sterben wollen, wenn es denn sein muss? Sollen Parteien an diesem Tor noch Portier spielen und sagen können: Das ist erlaubt und jenes nicht? Sollen Bürger hoffnungslos vor sich hinsiechen und Schmerzen erleiden müssen oder in Würde, schmerzfrei und zu selbst gewählten Bedingungen und Umständen sterben können? Was daran nagt so an den Grundfesten einer demokratischen Republik, das es wert ist, sogar per Verfassung verboten zu werden?

brand eins 01/2015 Kolumne: Geht nicht in die Berge!

Eva Krallinger, Salzburg
Bei der Lektüre hat mich das tiefe Bedürfnis gepackt, Ihnen Grüße aus dem schönen Salzburg zu senden. Schauen Sie doch lieber bei uns vorbei, und lassen Sie Tirol Tirol sein und Südtirol auch.