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Tuna Tech GmbH

Thunfische pflanzen sich in Gefangenschaft nicht fort. Es sei denn, sie bekommen die richtigen Hormone.





Thunfische sind sensibel und stressanfällig. In Gefangenschaft gerät ihr Hormonhaushalt durcheinander, und sie laichen nicht ab. Daher ist es, anders als etwa bei Lachsen, bisher nicht gelungen, sie zu züchten.

Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben ein Implantat entwickelt, das sie den Tieren injizieren und so deren Hormonhaushalt wieder stabilisieren und in Ordnung bringen. Zusammen mit einer genetischen Zuchtanalyse, die die besonders fortpflanzungsfähigen Exemplare identifiziert, haben die Forscher das Unmögliche möglich gemacht: ein sicheres und planvolles Ablaichen.

Ihre Firma Tuna Tech konzentriert sich auf den Atlantischen Blauflossenthunfisch, den begehrtesten der acht Thunfischarten, der vor allem auf dem japanischen Markt Höchstpreise erzielt und vom Aussterben bedroht ist.

„Das injizierte Proteinhormon ist völlig unbedenklich und baut sich in wenigen Tagen wieder ab“, sagt Florian Borutta, einer der Gründer. Die kontrollierte Thunfischzucht könnte dazu führen, dass sich der wild lebende Bestand in den Meeren langsam wieder erholt und gleichzeitig die hohe Nachfrage nach Thunfisch als Nahrungsmittel gedeckt wird.

Tuna Tech GmbH ist eine Ausgründung aus dem Institut für Stoffwechselphysiologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Gründer: der Universitätsprofessor Christopher Bridges, die Biologen Florian Borutta und Stephan Schulz sowie der Unternehmer Shukralla Na‘amnieh

Kontakt: borutta@tunatech.de