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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 07/2014 „Demokratie selber machen“
Peter Thiel, Rüschlikon/Schweiz

Egal, wie knapp die Mehrheit bei der Initiative zur Masseneinwanderung war, so hat diese Verfassungsrang, und der Bundesrat muss sie umsetzen. So nutzt der Milliardär Blocher mit seiner SVP das System der direkten Demokratie für seine Zwecke. Ihm ging es mit der sogenannten Masseneinwanderungsinitiative einzig darum, die Anbindung an die EU (bilaterale Verträge) rückgängig zu machen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs: Es gab in den vergangenen Jahren viele SVP-Initiativen, die die Mehrheit verfehlt hatten. Aber nur deswegen, weil die französischsprachigen Kantone dagegen gestimmt hatten – die Deutschschweizer Kantone waren in der Regel dafür. So ist das System der direkten Demokratie mit ihren Initiativen von Blochers SVP gekapert worden.


brand eins 07/2014 Der Mut der Verzweiflung
Ronja Berthold, Berlin

Es fällt schwer, Mitleid oder dergleichen mit einer Branche zu haben, die ein ökologisches Desaster darstellt und sich auf Tierquälerei stützt. Die Kosten dieser Art von Fischerei sind hoch, und die Nachfrage würde sich eigentlich über den Preis regulieren. Dass es Branchengiganten gibt, die diese Kosten ohne Mühen tragen können, ist umso trauriger, scheint es doch keine Veränderungen zu geben. Vielleicht ist gar nicht derjenige der Dumme, der die Allgemeingüter schont, sondern der sie vergeudet. Vielleicht ist es an der Zeit, sich ganz anders zu orientieren und die hohen Kosten und weitreichenden Folgen gar nicht erst entstehen zu lassen. brand eins 07/2014 Prolog: Alternativen
Peter Mitmasser, Neudorf/Österreich

Das Archiv ist die Rache der Journalisten an der Politik – aber elfmal in fünf Jahren ist wirklich nicht besonders viel. brand eins 07/2014 In bester Lage
Burkhard Schaffitzel, Berlin

An Tagen, in denen nur einige Hundert Meter vom Moritzplatz entfernt in einer ehemaligen Schule in der Ohlauer Straße status- und obdachlose Flüchtlinge mit ihrem Leben für bessere Lebensbedingungen kämpfen, weil es in dieser Stadt offenbar keinen Ort für sie gibt, wirkt die eigentlich lesenswerte Geschichte geschmacklos und macht mich wütend. Ungünstiges Timing und vielleicht ein Anstoß für die Protagonisten. (Anm. der Red: In diesem Artikel haben wir in der Bildunterschrift auf der Aufmachserseite die Namen von Livia Menuzzi und Teresa Steidle vertauscht. Wir entschuldigen uns für den Fehler.) brand eins 06/2014 Editorial /Schwerpunkt Geld
Benedikt Ayrle, Pennsylvania / USA

Zuallererst will ich meinen Dank ausdrücken, dass Sie monatlich so ein interessantes Magazin hervorbringen. Meine Großeltern haben es abonniert, und immer wenn ich zu Besuch bin, präsentieren sie mir erst einmal alle Ausgaben, die in meiner Abwesenheit publiziert wurden und die ich sofort mit größtem Interesse lese. Leider ist dies die einzige Zeit, in der ich an Ihr Magazin komme, da meine Familie in den USA lebte und jetzt nach Thailand zieht.

Generell bin ich sehr beeindruckt von den bis ins Detail perfektionierten Artikeln. Doch diesmal ist Ihnen ein kleiner Fehler unterlaufen. Im Editorial schreiben Sie im ersten Satz über Osman Ali Khan, der mit einem Vermögen von circa zwei Milliarden Dollar heute „nur“ Platz 870 der Milliardärsliste besetzen würde. Doch ein wichtiger und hier vergessener Bestandteil dieser Rechnung ist, dass der Dollar von 1939 heute 5,84 Dollar wert wäre. Somit hätte Herr Khan laut Ihrer Angabe von zwei Milliarden Dollar 1939 heute ungefähr 34,23 Milliarden Dollar, was ihn laut »Forbes« auf Platz 17 der Milliardärsliste setzen würde.

(Anm. der Red: Benedikt Ayrle hat Recht – wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und entschuldigen uns für den Fehler.) brand eins 06/2014 Kampf ums digitale Portemonnaie
Sigrid Seidel, Belgien

Die Mär von den Paypal-Gebühren in Höhe von zwei Prozent, die der Verkäufer sprich Onlinehändler bezahlen muss, ist weit von der Wirklichkeit entfernt. Gebühren von mindestens fünf Prozent sind üblich bei Transaktionen mittlerer Höhe, bei kleineren steigen sie leicht auf das Doppelte. Die Verbindung mit Ebay, die auch kräftig zulangen, ist eine veritable Gelddruckmaschine. Es ist bedauerlich für den internationalen Onlinehandel, dass die Konkurrenz bei Zahlungssystemen eher schwach ist.