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Berliner Philharmoniker

Ein Konzert der Berliner Philharmoniker ist ein einmaliges Erlebnis. Und doch gibt es seit fünf Jahren die Kopie im Internet – und eine globale Fangemeinde.





Kommt ein Orchestermusiker in den Himmel. Er sieht einen älteren Herrn mit weißer Mähne, der wild fuchtelnd dirigiert. Auf die Frage, wer das sei, bekommt er zur Antwort: Das ist Gott, er ist größenwahnsinnig geworden. Er hält sich für Herbert von Karajan.
- Musikerwitz -

• Die Berliner Philharmoniker haben ein Problem, um das sie viele Unternehmen beneiden dürften: Die Nachfrage ist größer als das Angebot. Selbst wenn sie, wie im vergangenen November auf ihrer Japan-Tournee, ein Werk des eher spröden Neutöners Pierre Boulez spielen, sind ihre Konzerte Monate im Voraus ausverkauft. „Bei vielen könnten wir wahrscheinlich zwei- oder dreimal mehr Karten verkaufen, als wir anbieten können“, sagt der Intendant Martin Hoffmann. Auch wenn in den Glanzzeiten unter Herbert von Karajan in den Sechziger- bis Achtzigerjahren der Faktor noch etwas höher gewesen sein dürfte – von Klassikkrise kann bei dem weltweit bekanntesten Orchester keine Rede sein. Die Berliner Philharmoniker sind eine der stärksten Marken der Branche, vergleichbar nur mit den ähnlich traditionsreichen Wiener Philharmonikern.

Allerdings registrieren die Musiker aufmerksam, dass Beethoven, Mahler, Schubert & Co. in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung verlieren. „Die klassische Musik gehört nicht mehr wie noch in den Siebzigerjahren für eine breite Schicht zum Lebensalltag“, konstatiert Olaf Maninger, Solocellist und seit 1994 im Orchester. Einer Studie des Zentrums für Kulturforschung Bonn zufolge besuchten vor zwei Jahrzehnten noch 50 Prozent aller Bundesbürger mindestens einmal jährlich ein klassisches Konzert oder eine Opernaufführung, 2011 waren es nur noch 44 Prozent. Ohne den Erfolg einiger, über das traditionelle Klientel hinaus enorm populärer Klassikstars wie Anna Netrebko, David Garrett oder Lang Lang wäre der Zuschauerrückgang noch stärker gewesen.

Hinzu kommt, dass kaum noch junge Leute in die Konzerte gehen. 2011 war jeder zweite Besucher 65 Jahre oder älter. Noch 1994 stellten die 35- bis 49-Jährigen das stärkste Publikumssegment. Gestützt auf Daten seiner betriebswirtschaftlichen Promotion an der Universität St. Gallen prognostiziert Thomas K. Haman, dass „die Nachfrage nach Liveaufführungen klassischer Musik in den nächsten 30 Jahren um etwa 36 Prozent zurückgehen“ werde. Trotz vieler Bemühungen, die Jugend für Klassik zu begeistern, ist das Risiko groß, dass sie in der Erlebnisgesellschaft zum Minderheitenprogramm wird.

So hat ihre Präsenz durch Liveübertragungen im Fernsehen deutlich abgenommen. Konzertmitschnitte der Berliner Philharmoniker zum Beispiel werden von ARD und ZDF nur noch dreimal jährlich gesendet. Von mehreren Hunderttausend verkauften Platten oder CDs wie zu den goldenen Zeiten können die Philharmoniker nur noch träumen.

Das hat Folgen für das Einkommen jedes einzelnen Musikers. Auch wenn sie bei Fragen nach Gagen und Tantiemen aus Tonträgerverkäufen schweigsam werden, lässt sich ein Insider zumindest eine Andeutung entlocken: „Heute kann sich ein Orchestermusiker, wenn er gut wirtschaftet, entweder eine schöne Immobilie oder ein edles Instrument leisten. Zu Karajans Zeiten konnte er sich beides kaufen.“

Die Philharmoniker reagierten auf die neue Lage, indem sie vor fünf Jahren mit einem weltweit einmaligen Angebot online gingen. In der „Digital Concert Hall“ wird jedes Konzertprogramm aus der Philharmonie live in HD-Qualität im Internet übertragen. Für Abonnenten ist das kontinuierlich wachsende Konzertarchiv, von Béla Bartóks „Divertimento für Streichorchester“ bis zu Anton Weberns „Sechs Stücke für Orchester“, jederzeit verfügbar. Zwar übertragen auch Opernhäuser, etwa die New Yorker Met, einzelne Aufführungen ins Netz oder in Kinos, aber die Philharmoniker sind die Einzigen, die ihr komplettes Konzertprogramm online verfügbar machen.

Cellist und Mann fürs Digitale: Olaf Maninger
Alles wird mitgeschnitten: Blick aus dem hauseigenen Studio in den Konzertsaal

Schon Karajan wusste die Medien zu nutzen

„Die mediale Präsenz der klassischen Musik sollte im 21. Jahrhundert irgendwie gewährleistet sein“, sagt der Cellist Maninger, der zudem Geschäftsführer der für das Thema zuständigen Philharmoniker-Tochtergesellschaft Berlin Phil Media ist. „Wenn man sich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den CD-Markt anschaut, ist klar, dass das ein schrumpfendes Feld ist. Also mussten wir uns unser eigenes mediales Angebot schaffen.“ Und weil die Zahl der Abonnenten, die bereit sind, für die Philharmoniker-Flatrate 149 Euro im Jahr oder 14,90 Euro im Monat zu bezahlen, jährlich um etwa 30 Prozent wächst, hofft Intendant Martin Hoffmann, dass sich das Angebot demnächst finanziell selbst trägt. Derzeit gibt es insgesamt rund 16 000 Abonnenten.

Noch muss der Sponsor, die Deutsche Bank, die auch das Startkapital beigesteuert hat, das Projekt unterstützen. Über Zahlen will Hoffmann nicht sprechen, er sagt nur, dass das Gros der Kosten zu Beginn des Projektes entstanden sei. Die sechs beweglichen, ferngesteuerten, extrem lichtempfindlichen Kameras im Konzertsaal und der Produktionsraum für Bildmischung und -regie, der unter dem Dach der Philharmonie direkt über dem Zuschauerblock H eingebaut wurde, waren nicht billig. Der Schätzung, dass ein einstelliger Millionenbetrag investiert wurde, widerspricht der Intendant nicht.

Das Vorhaben war nicht ohne Risiko. Bei Planungsbeginn vor acht und dem Start vor fünf Jahren waren die technischen Voraussetzungen noch deutlich ungünstiger als heute. Niemand konnte wissen, ob das Angebot angenommen oder ob es ihm wie den längst vom Markt verschwundenen Bildplatten gehen würde, in die Herbert von Karajan in den Siebzigerjahren große Hoffnungen gesetzt hatte. Heute ist es dank hoher Übertragungsraten und internetfähiger Fernsehgeräte attraktiv.

Dass die Idee zur Digital Concert Hall den Berliner Philharmonikern und nicht zum Beispiel ihren Wiener Kollegen kam, hat auch mit der Geschichte des Orchesters zu tun. Das PR- und Mediengenie ihres über Jahrzehnte prägenden Chefdirigenten Herbert von Karajan war seinem musikalischen Talent durchaus ebenbürtig. Noch heute, zweieinhalb Jahrzehnte nach seinem Tod, ist er einer der bestverkauften Klassikkünstler auf CD. Schon beim Bau der 1963 eröffneten Philharmonie hat Karajan sie als Konzertsaal verstanden, der gleichzeitig als Ton- und Fernsehstudio nutzbar sein soll. So haben auf Karajans Drängen hin die Brüstungen im Zuschauerraum Öffnungen für Kameras. Lange vor dem Start der Digital Concert Hall wurden über den Zuschauerreihen – vom Saal aus nur als dunkle Glasfenster erkennbar – Tonstudios in die Philharmonie eingebaut.

Karajan dürfte der einzige bedeutende Dirigent sein, der eigens ein Unternehmen gründete, um seine Konzerte als stark stilisierte und inszenierte Filme zu dokumentieren. Auch die Zusammenarbeit mit dem japanischen Elektronikriesen Sony, heute ein wichtiger Partner bei der Entwicklung der digitalen Konzerthalle, geht auf den technikbegeisterten Großdirigenten zurück. Karajan war eng befreundet mit dem damaligen Sony-Chef Norio Ohga. Angeblich, so eine gern erzählte Legende, sollten auf eine CD auf Wunsch Ohgas 74 Minuten Musik passen, damit es für Karajans Aufnahme von Beethovens Neunter reicht. Heute ist auf internetfähigen Sony-Fernsehern und Blu-Ray-Playern die Digital Concert Hall programmiert.

Typisch für die Philharmoniker ist, dass die Idee, einen Kanal für Online-Konzertübertragungen zu etablieren, nicht von externen Marketingberatern oder dem Management kam, sondern aus dem Orchester selbst. Die Philharmoniker sind ihre eigenen Chefs. Die Musiker wählen ihre Intendanten und Chefdirigenten. Intendanz und Verwaltung sind ihre Dienstleister, nicht umgekehrt.

Keine Angst vor Aura-Verlust

Wer sie für Medienauftritte, an denen ihnen nichts liegt, benutzen will, dürfte schlechte Karten haben, auch weil „Aufzeichnung und Übertragung einen gewissen Druck für den ausübenden Künstler bedeuten“, wie der Cellist Olaf Maninger sagt. „Wenn wir ein Silvesterkonzert spielen und wissen, das wird live im Fernsehen in 30 Länder übertragen und für eine CD aufgenommen, dann wollen wir natürlich, dass das gelingt.“

Auslöser für die Idee der digitalen Konzerthalle war 2005 ein Gastspiel in Taipeh. Bei der Liveübertragung des Konzerts auf eine Open-Air-Leinwand „feierten Hunderttausende junge Klassikfans das Orchester und seinen Dirigenten Sir Simon Rattle wie Popstars“, erinnert sich der Intendant Hoffmann. Für diese Verehrer habe das Orchester ein weltweit zugängliches Angebot machen wollen.

Es sei um die Musik gegangen, nicht ums Marketing, betont auch Maninger: „Sich vorzunehmen, reich und weltberühmt zu werden, ist eine ganz schlechte Motivation. Das wird auch nicht funktionieren. Dinge funktionieren, wenn man von ihnen überzeugt ist, wenn man eine Notwendigkeit spürt, etwas zu verändern.“ Selbstverständlich stärke das Internetangebot die Marke, „aber das war nicht die ursprüngliche Intention“. Weit wichtiger sei das Signal: Klassische Musik ist für jeden zugänglich, sie ist Teil der medialen Gegenwart, kein klingendes Museum zum Zweck der Traditionspflege.

Mit der Vervielfältigung ihrer Konzerte betraten die Philharmoniker ideologisch vermintes Gelände. Für Puristen ist das Livekonzert sakrosankt: das einzig gültige Original, das nicht wiederholbare, nur im Moment zu genießende Musikerlebnis. Und alles andere, die technische Reproduktion in welchem Medium auch immer, ist bestenfalls ein kümmerliches Surrogat und schlimmstenfalls eine Trivialisierung und Verfälschung des Originals. Der bedeutende Dirigent Sergiu Celibidache ging so weit, Platten- und CD-Veröffentlichungen seiner Konzerte zu seinen Lebzeiten zu untersagen.

Livekonzerte sind gut für die Synapsen

Die Debatte um Original, Fälschung und Vervielfältigung ist so alt wie die Medien. Der Philosoph Walter Benjamin hat in seinem berühmt gewordenen Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ schon in den Dreißigerjahren die „Aura“ eines Kunstwerks an seiner Einmaligkeit festgemacht: „Noch bei der höchstvollendeten Reproduktion fällt eines aus: das Hier und Jetzt des Kunstwerks – sein einmaliges Dasein an dem Orte, an dem es sich befindet (…) Das Hier und Jetzt des Originals macht den Begriff seiner Echtheit aus.“

Das Konzert in Echtzeit zu verfolgen – also frei nach Benjamin an der Aura des Augenblicks teilzuhaben – ist offenkundig auch vielen Nutzern des digitalen Angebots wichtig. „Wir sehen, dass etwa ein Drittel der Abrufe live sind. In Asien ist es vier Uhr morgens, wenn wir ein Konzert aus der Philharmonie übertragen – und viele der Nutzer zum Beispiel in Japan verfolgen die Konzerte trotzdem live“, sagt Tobias Möller, der Marketingdirektor der Digital Concert Hall.

Maninger war die treibende Kraft bei der Entwicklung der Digital Concert Hall. Er sieht das Verhältnis von Original und Reproduktion nicht so eng. Aber auch für ihn ist das Livekonzert der Kern, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Es biete die Möglichkeit, sich etwas Kostbares zu gönnen: Kontemplation. „Ich mache als Zuhörer nichts anderes, als mich mit der Musik auseinanderzusetzen, die ich dann hoffentlich als spannend und bereichernd empfinde. Man reduziert alle äußere Aktivität und alles, was an Eindrücken auf einen niederprasselt, auf diesen einen Vorgang des Hörens. Es gibt nicht die Möglichkeit, per Knopfdruck einfach umzuschalten. Das ist in unseren Lebensumständen eine sehr außergewöhnliche Situation.“

Diese Auszeit vom Alltag wird in einem Konzerthaus intensiver erlebt als vor dem Fernseher oder Rechner. Maninger zieht einen überraschenden Vergleich zum nächtlichen Tiefschlaf. Der sei überlebensnotwendig: „Wir brauchen ihn zur Erholung, aber auch zur Verarbeitung, zur Synapsenbildung. Etwas Ähnliches findet bei einem Konzert statt. Äußerlich passiert nichts, aber in meinem Kopf geschieht ungeheuer viel. Die zwei Stunden eines Konzerts ermöglichen es mir, auf einer unbewussten Ebene Dinge emotional zu verarbeiten, Empfindungen und Gedanken fließen zu lassen, die ich im Alltag, wenn ich funktionieren muss, gar nicht fließen lassen kann.“

Dass die heutige Form des Klassikkonzerts sich nicht wesentlich von der Ende des 19. Jahrhunderts unterscheidet, rührt schlicht daher, dass in diesem Rahmen die Musik am besten zur Geltung kommt. Das hätten inzwischen auch die Chinesen verstanden, sagt Maninger: „Unsere Konzerte funktionieren heute in China besser als vor 20 Jahren, als in jeder Reihe drei Spucknäpfe standen und sich die Leute unterhalten haben oder während eines Konzerts rein- und rausgegangen sind. Die Chinesen haben gemerkt, dass das gemeinschaftliche Erlebnis dann doch stört, und sich von ihren Spucknäpfen getrennt.“

Maninger will, anders als die Puristen, das Live-Erlebnis nicht gegen andere Formen des Musikgenusses ausspielen – allein weil er es in seiner Kindheit geliebt hat, klassische Musik im Radio zu hören. Zumal auf Tonträgern gespeicherte Musik immer auch dokumentarischen Wert hat. In alten Aufnahmen ist stets auch etwas von der Zeit ihrer Entstehung zu spüren. Eine von Furtwängler dirigierte Mozart-Symphonie klingt anders, als wenn Sir Simon Rattle dasselbe Werk heute mit den Philharmonikern aufführt.

Es gibt in der klassischen Musik nicht das eine, ewig gültige Original, es gibt nur immer neue Interpretationen großer Werke. Bei aller Konzentration auf das einzelne Konzert, bei allem Vertrauen in die Kraft der klassischen Musik, eines wollen Maninger und seine Musikerkollegen auf keinen Fall: sich im elitären Elfenbeinturm abkapseln. „Wenn wir uns mit der Rolle bescheiden würden, zu versuchen, die besten Klassikkonzerte der Welt zu machen, wäre das zu wenig“, sagt der Musiker. „Ein so unendlich verfeinerter Hochkultur-Organismus wie die Berliner Philharmoniker ist völlig undenkbar ohne die Unterstützung, auch die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft. Was hier geschieht, geschieht nicht nur aus uns heraus, es muss von der Gesellschaft mitgetragen werden, wenn es funktionieren soll. Und dafür müssen wir etwas tun.“

Das ist ein offener, noch lange nicht abgeschlossener Lernprozess, in dem die Philharmoniker wie unzählige andere Unternehmen lernen mussten, soziale Medien für sich zu nutzen, ohne sich anzubiedern. „Die Kommunikation im Netz ist für uns wahnsinnig wichtig geworden“, sagt der Musikwissenschaftler Tobias Möller, Marketingdirektor der Digital Concert Hall. „Unser Youtube-Kanal und die Facebook-Aktivitäten waren zuerst nur als Werbung gedacht. Heute sind sie viel mehr, nämlich ein wichtiger Direktkanal für den Austausch mit Musikfreunden in der ganzen Welt. Wir haben auf einmal neue Möglichkeiten, Geschichten darüber zu erzählen, was hier geschieht, und Hintergrundwissen zu einzelnen Konzerten zu vermitteln. Und wir erfahren viel über unser Publikum.“

Auf Youtube diskutieren Nutzer, wer der bessere Bruckner-Dirigent ist oder ob ein Satz zu langsam gespielt wurde. Man sei, so Möller, nicht primär im Internet, um etwas zu verkaufen – es gehe um Kommunikation und Vermittlung, und zwar auf den unterschiedlichsten Niveaus an Vorwissen und Interesse. „Das reicht vom Ausschnitt mit den drei schönsten Minuten einer Beethoven-Symphonie bis zum Interview mit einem Dirigenten, der über eine Mahler-Symphonie spricht. Ich sehe nicht, dass unsere medialen Angebote das originale Musikerlebnis beschädigen oder überlagern, im Gegenteil. Ich glaube, dass es eher ein Anreiz ist, ins Livekonzert zu gehen, entweder zu uns oder zu einem anderen Orchester. Der Ausbau dieser Angebote hat den Wunsch nach Live-Ereignissen eher vergrößert als verringert.“

Die digitale Revolution ist für die Berliner Philharmoniker kein Grund, kulturpessimistisch zu werden, ganz im Gegenteil. Für sie ist es schlicht Chance und Notwendigkeit, die neuen Kanäle für ihre alte Musik zu nutzen. ---

Gesamtetat 2013: 42,1 Mio. Euro
davon Subventionen des Landes Berlin: 16,7 Mio. Euro
Subvention pro verkaufter Eintrittskarte 2013: 65 Euro

Symphoniekonzerte in der Saison 2012: 133
davon 106 im eigenen Haus, 27 auswärts

Verkaufte Digital-Concert-Hall-Tickets im November 2009: 3000
Verkaufte Digital-Concert-Hall-Tickets im November 2013: 16.000

Abonnenten des Digitalangebots nach Ländern:
Deutschland: 24 Prozent
USA: 18 Prozent
Japan: 13 Prozent
Großbritannien: 5 Prozent
Brasilien: 4 Prozent
Spanien: 3 Prozent
Kanada: 3 Prozent
Schweiz: 3 Prozent
Australien: 3 Prozent
Italien: 2 Prozent
Frankreich: 2 Prozent
Republik Korea: 2 Prozent