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Beschädigtes Geld - Deutsche Bundesbank

Auch Euros können verunglücken. In Mainz untersucht die Bundesbank beschädigte Scheine, sammelt Münzen, die aus dem Verkehr gezogen wurden, und lagert Falschgeld.





Ein Versteck für die Ersparnisse will gut ausgesucht sein. Das Portemonnaie mit 4300 Euro wurde im Backofen verborgen – und leider vergessen. Als der angestellt wurde, bemerkte jemand einen eigenartigen Geruch im Haus: Es waren die Ersparnisse, die zusammenschmolzen.

Das angekokelte Geld wurde komplett ersetzt. Wenn von einem Schein mehr als die Hälfte übrig ist, tauscht ihn die Bundesbank. In diesem Fall die gesamte Summe.

Werden Euro-Stücke aus dem Verkehr gezogen, geschieht das mit bestimmten Entwertungsmustern. Gelegentlich entdecken Schrotthändler solche Münzen im Alteisen und versuchen sie einzutauschen – vergeblich.

Auch diese 2-Euro-Münze kann nicht mehr eingelöst werden. Sie war entweder in einer Müllverbrennungsanlage oder bei der Metallverwertung im Säurebad, wo die Recyclinghändler versuchen, die Metallsorten zu separieren.

Wenn der Kern einmal aus dem Ring gedrückt wurde, wird eine Münze ungültig. Dieses Stück war vermutlich auf dem Schrottplatz im Schredder. Um eine Münze so zu zerlegen, braucht es die Kraft von zwei Tonnen.

Wer seine Bohrmaschine testen oder aus Geldstücken Anhänger machen will, muss wissen, dass er die Münze damit entwertet. Der Versuch, sie einzutauschen, ist zwecklos, weil sie mutwillig zerstört wurde. Erhält man sie als Wechselgeld, kann man es versuchen. Die Bundesbank prüft jeden Einzelfall.

Appetit auf Bares: Der 20-Euro-Schein auf der linken Seite wurde von einer Maus zerfressen. Sie hat sich damit ein Nest gebaut. Da mehr als die Hälfte des Scheins noch erhalten war, konnte er umgetauscht werden. Dass diese Hälfte nur aus vielen kleinen Schnipseln besteht, ist unerheblich.

Erkennen Sie die Fehler? Mit Falschgeld wird überall bezahlt: im Supermarkt, beim Bäcker, im Restaurant. Meist gelingt der Metallstreifen oder das Metallemblem nicht. Daran sind Blüten leicht zu erkennen. Die handschriftlich darauf notierten Nummern ordnen die Scheine einem Fall zu. Wer sie in der Hand hält, hat Pech. Ein Umtausch ist unmöglich.