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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 02 /2014 Titel: Kauf, du Arsch

Olaf Sturm, Rodgau

Der Titel geht vollkommen in Ordnung, weil er im Klartext ausspricht, was uns alle stört.

brand eins 02 /2014 Titel: Kauf, du Arsch

Beat Weinmann, Luzern

Der Titel bringt vieles auf den Punkt. So ist doch ein Ausspruch eines aktuellen CEO einer Luxusuhrenfirma – „fuck the clients“ – ziemlich glaubwürdig überliefert und machte innerhalb der Uhrenindustrie schon vor einigen Jahren die Runde.

brand eins 02 /2014 Titel: Kauf, du Arsch

Matthias Kauf, per E-Mail

Nicht nur der Titel der neuesten Ausgabe irritiert mich, sondern auch die Tatsache, dass wir uns duzen.

PS: Können Sie mir das Cover noch einmal zukommen lassen? Ich würde es gern im Büro aufhängen.

brand eins 02 /2014 Titel: Kauf, du Arsch

Stephan Gamzin, per E-Mail

Ich bin seit nunmehr zehn Ausgaben begeisterter brandeins-Leser. Ein Magazin, welches es fertigbringt, dass ich nahezu jeden Artikel lese und die Hefte auch im Bestand halte. Anspruchsvoll, informativ, zuweilen amüsant und immer anregend. In dieses Bild passt jedoch die Gestaltung Ihrer Titelblätter in keinster Weise – nicht nur, dass die verwendete Grafik äußerst schlicht rüberkommt, die sogenannte Headline ist eine Zumutung.

brand eins 02 /2014 Schwerpunkt Werbung

Jörg Andreas, Dresden

Was will die Branche der „Penetranten“ nicht wahrhaben? Hier lohnt der Blick über den Tellerrand der Propaganda. Es ist der Blick auf einen kreditgetriebenen Warenfetischismus, welcher schon lange nicht mehr vom realen Wachstum einer nutzvollen Wirtschaft angestoßen wird. Es ist die Verschuldung, die die Mühlen allerorts am Laufen hält. Ein Pumpkapitalismus, der das totale Spektakel benötigt, um am Leben zu bleiben. Es ist eben dumm: Wenn alle doch so furchtbar satt sind und die Bude schon voller Ikea steht, dann ziehen nur noch Statusdifferenzierung und soziale Absonderung.

brand eins 02 /2014 Schwerpunkt: Werbung

Peter Mitmasser, Neudorf /Österreich

Mir fehlt in der Werbung zumeist Esprit, Witz, Pfiff, auch ein Quäntchen – wenn wir schon bei diesem Körperteil sind – Selbstverarschung kann nicht schaden.

brand eins 02 /2014 Die Wahrheit? Lügt man sich zurecht

Klaus Jürgen Philip, Haus Rabenhorst, Unkel /Rhein

Im genannten Beitrag haben Sie die Marke Rotbäckchen als Beispiel für Werbelügen genannt. Sie schreiben, dass das Wort „lernstark“ jüngst vom Etikett gestrichen wurde. Dies ist sachlich nicht korrekt. Die Sorte Lernstark ist nach wie vor im Handel erhältlich, da gegen das Urteil des Oberlandesgerichts eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingereicht wurde. Bis zur endgültigen Entscheidung bleibt das Produkt daher am Markt.

In Ihrem Beispiel „Trick: Behaupten, was sich nicht beweisen lässt“ schreiben Sie zudem, dass der Health Claim (oder wie Sie es ausdrücken, eine „ambitionierte Behauptung, die in die Inhaltsstoffe interpretiert wird“) nicht haltbar sei. Auch dies ist nicht korrekt. Denn bei genauer Betrachtung des Urteils wäre Ihnen schnell klar geworden, dass der Health Claim an sich absolut korrekt in seiner Aussage zu den Inhaltsstoffen ist. Vielmehr ging es vor Gericht um die Frage, ob sich die Marke Rotbäckchen ausschließlich an Kinder wendet und daher nur zulässige Health Claims nach Artikel 14 HCVO tragen darf. Da die Rotbäckchen-Säfte nachweislich von Erwachsenen gekauft und sogar in großen Mengen von ihnen verzehrt werden, sind die Säfte nicht als reines Kinderprodukt positioniert. Auch wenn das Markenlogo ein Mädchengesicht zeigt – dies ist seit 1952 Teil der Markenidentität.

(Anm. der Red. Wir hatten uns mit der Auskunft des OLG Koblenz zufriedengegeben, dass in Sachen „lernstark“ die Berufung zurückgewiesen und eine Revision nicht zugelassen worden sei, und die Nichtzulassungsbeschwerde übersehen. Wir bedauern den Fehler.)