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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 08 /2014 Geliebt und gehasst

Erwin Chudaska, Roedermark

Danke an Ihr Magazin für den Mut machenden Beitrag! Gerade jetzt, wo mörderische und barbarische Horden im Irak und in Syrien Andersdenkende massakrieren und die Frauen gegen alle Regeln des Islams vergewaltigen und schänden, ist das aufrechte und selbstbewusste Handeln von Frauen in der islamischen Welt dringender denn je. Als ich vor langer Zeit für drei Jahre in arabischen Ländern arbeitete, stand es noch nicht so gut mit den Rechten der Frauen. Aber Prozesse dauern. Was können wir Europäer tun? Wir müssen mit allen Mitteln dafür sorgen, dass von Islamisten bedrohte Volksgruppen mit allen Mitteln unterstützt und Horden wie die der Isis kompromisslos bekämpft werden. Das sind wir auch den Frauen im Orient schuldig.

brand eins 08 /2014 Wege in die Spaßgesellschaft

Matthias Schürer, Linkenheim

Schade, dass in dem interessanten Artikel nicht das Wort Freude vorkommt. Freude am Leben, Freude an der Arbeit ist doch viel mehr, intensiver und dauerhafter als Spaß!

brand eins 08 /2014 Weich gespült oder bitterböse

Nils Heinrich, per E-Mail

Im aktuellen August-Heft erweckt Steffan Heuer in seinem Artikel über US-Humorwidersprüche den Eindruck, in der Serie „Modern Family“ würde mit eingespielten Lachern aus der Konserve gearbeitet. Das stimmt nicht. Gerade der komplette, radikale Verzicht auf Kunstlacher ist eine der großen Stärken dieser Serie. Es gibt in der ganzen Serie nicht einen einzigen künstlichen Lacher. Der Zuschauer darf hier selber entscheiden, wann er lacht. „Orange Is the New Black“ wurde auch nicht auf HBO ausgestrahlt, wie Herr Heuer suggeriert, sondern von Netflix gestreamt. Und „Breaking Bad“ ist keine Showtime-Serie, sondern wurde vom Pay-TV-Kanal AMC ausgestrahlt.

(Anm. der Red.: Der Leser hat recht – „Modern Family“ arbeitet nicht mit eingespielten Lachern, sondern mit einer Schweigesekunde, wenn gelacht werden soll. Auch mit den Aussagen zu „Orange is the new Black“ und „Breaking Bad“ liegt der Leser richtig, allerdings wurde in dem Text auch nichts anderes behauptet, nur, dass in beiden Serien schwarzer Humor durchscheint.)

brand eins 07/2014 Das kann man auch so sagen

Martin Keppler, Oberreichenbach

Der exemplarische Satz („Man muss das Ganze nicht ernst nehmen, reden sich die Militärs ein, und die Politiker und Bürger sehen es auch nicht anders.“), der zur Verdeutlichung der Entdiskriminierung der Sprache herangezogen wird, ist meines Erachtens selbst diskriminierend. Legt er doch nahe, dass Militärangehörige keine Bürger seien. Ist das bewusste Ironie des Autors oder der begrenzte Horizont der „Gender-Wissenschaftler“?

brand eins 07/2014 Wie ich einmal Professor wurde

Andy Andresen, Belp /Schweiz

Klimek, sei geküsst. Wien oder Berlin, die gleiche gequirlte dümmlich ordentliche Beamtenscheiße. Wobei Berlin den geileren Trash hat und das Berghain. Und den Kitkat Club. Und Kids, die nur eines wollen: etwas anderes. Die absolut nicht wissen, was, aber das wissen sie sicher. Wie soll auch einer heute noch wissen, was zählt? Zahlen ja nicht mehr, siehe Lehman Brothers. Eines ist besser in Wien: der Preis für große, schöne Wohnungen. Ist als Grund für einen Wechsel völlig akzeptabel. Also auf! Was mich unendlich beruhigt: Ich könnte also auch noch Professor werden. In Wien zwar, aber dort gibt es ja auch schöne Frauen, die intelligente Sätze mögen.

brand eins 07/2014 Das Haus der stillen Patienten

Annette Saur, Geschäftsführerin Ceres e. V.

Die Pflege in Deutschland ist so schlecht wie ihr Ruf, sogar noch schlechter. Wer Gutes über die Pflegesituation schreibt oder sagt, bewegt sich in einem Paralleluniversum oder sagt die Unwahrheit. Die Juristen nennen so etwas „dolus eventualis“ – den bedingten Vorsatz, mit dem eine Tat zwar nicht direkt gewollt, aber doch billigend in Kauf genommen wird.

Die Zivilgesellschaft hat das Potenzial, Probleme zu verhindern, bevor sie in die Breite wirken können. Verantwortlichkeiten müssen gebündelt werden, um nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Bürger müssen selbst Verantwortung übernehmen, um der gesellschaftlichen Veränderungen Herr zu werden. Das gelingt nur, wenn der Staat die Voraussetzungen dafür schafft und nicht Initiativen stoppt beziehungsweise erschwert. Die Zivilgesellschaft muss dringend aus der Rolle einer Sozialfeuerwehr heraus, die nur Fehlentwicklungen korrigiert.